Importpreise 11,3 Prozent unter Vorjahresniveau

Zahlen des Statistischen Bundesamts
Zahlen des Statistischen Bundesamts

Importwaren kosteten im Juni im Durchschnitt 11,3 % weniger als im Juni 2008. Derart stark gingen die Importpreise zuletzt vor über 20 Jahren zurück. Im Mai und im April 2009 betrug die Jahresveränderungsrate -10,4 % beziehungsweise -8,6 %. Gegenüber Mai 2009 stieg der Einfuhrpreisindex im Juni um 0,4 %. Der Index der Ausfuhrpreise sank im Juni im Vergleich zum Juni 2008 um 2,9 %. Im Mai und im April 2009 war er im Vorjahresvergleich um 2,7 % beziehungsweise 2,0 % gesunken. Bezogen auf den Vormonat blieben die Exportpreise im Schnitt nahezu gleich (+0,1 %).

Der Preisrückgang bei den Importen gegenüber Juni 2008 ist vor allem auf billiger gewordene Energieträger (-38,1 %) zurückzuführen. Ohne Erdöl und Mineralölerzeugnisse lagen die Importpreise im Schnitt 5,7 % unter dem Stand vom Juni 2008 und 0,6 unter dem vom Mai 2009.

Die Preise für Rohöl lagen im Juni um 42,7 % unter dem Niveau des Vorjahres. Die Preise für Mineralölerzeugnisse notierten um 44,1 % unter dem Vorjahresstand. Im Vergleich zum Vormonat stiegen die Preise für Rohöl um 12,4 % und die Preise für Mineralölerzeugnisse um 12,5 %.

Erdgas wurde im Juni 2009 ebenfalls billiger eingekauft als im vergleichbaren Vorjahresmonat (-28,6 %). Von Mai auf Juni 2009 sank der Erdgaspreis um 5,1 %. Das Preisniveau für Steinkohle lag um 9,8 % höher als im Juni 2008. Im Vormonatsvergleich verbilligten sich die Steinkohleimporte um 1,7 %.

Bei den Rohstoffen waren insbesondere Nicht-Eisen-Metallerze billiger als im Juni 2008 (-27,5 %), im Vergleich zu Mai 2009 stiegen die Preise um 3,5 %. Eisenerzimporte kosteten 8,6 % weniger als im Mai 2009, waren aber im Juni 2009 um 1,3 % teurer als im Vorjahresmonat.

Die Preise von Nicht-Eisen-Metallen und deren Halbzeug waren um 23,2 % niedriger als im Vorjahresmonat, stiegen im Vergleich zum Mai 2009 jedoch um 1,6 %. Rohkupfer konnte im Juni 2009 um 32,7 % günstiger importiert werden als im Juni 2008, war aber um 6,0 % teurer als im Mai 2009. Das zur Stahlerzeugung verwendete Nickel wurde ebenfalls im Vergleich zum Vorjahresmonat preiswerter (-36,1 %) und im Vergleich zu Mai 2009 teurer (+9,5 %). Eisen, Stahl und Ferrolegierungen verbilligten sich gegenüber dem Vorjahr (-35,2 %) und wurden auch gegenüber dem Vormonat günstiger (-1,0 %). Rohaluminium kostete im Vorjahresvergleich weniger (-21,8 %), ebenso im Vormonatsvergleich (-1,1 %).

Im Nahrungsmittelsektor fielen die Preise für Getreide gegenüber Juni 2008 um 29,2 % (-0,9 % gegenüber Mai 2009). Milch und Milcherzeugnisse waren im Vergleich zum Vorjahresmonat um 14,0 % billiger (-0,3 % gegenüber dem Vormonat).

(Statistisches Bundesamt/ml)