Mehr Falschgeld im Umlauf

Zum 'Euro-Blütentrainer' der Polizei
Zum 'Euro-Blütentrainer' der Polizei

Rund 25.000 falsche Euro-Banknoten zog die Deutsche Bundesbank im ersten Halbjahr dieses Jahres aus dem Verkehr. Lieblingsobjekt der Fälscherbanden waren 50-Euro-Noten mit einem Anteil von 37 % (rund 9000 Stück). Die Zahl der gefälschten Münzen ist hingegen im gleichen Zeitraum um 15 % auf knapp 33.000 Stück zurückgegangen. Unter ihnen ist das 2-Euro-Stück mit einem Anteil von 82,5 % (etwas über 27.000 Stück) haushoher Favorit der Fälscher. Und so erkennt man die Fälschungen:

Merkmale falscher Banknoten

  • Auf der Vorderseite der Banknoten sind z. B. erhabene Teile des Druckbildes (Schriftzug “BCE ECB EZB EKT EKP” am oberen Rand) zu fühlen.
  • Das Wasserzeichen lässt sich im unbedruckten Bereich in Durchsicht erkennen.
  • Die Hologrammelemente verändern sich beim Kippen der Banknote.
  • Auf der Rückseite kann der Perlglanzstreifen (Stückelungen bis 20 Euro) oder der Farbwechsel der rechten Wertzahl (Stückelungen ab 50 Euro) beim Kippen der Noten geprüft werden.

Tipp: In die Prüfung sollten mehrere Sicherheitsmerkmale einbezogen werden, denn die Sicherheit der Euro-Banknoten liegt im Zusammenspiel der Merkmale.

Merkmale falscher Münzen

  • Bei echten Münzen tritt das Münzbild deutlich abgegrenzt aus dem Münzgrund hervor. Münzfälschungen wirken dagegen oft verschwommen und weisen häufig Unebenheiten auf.
  • Die Farbtönung weicht in der Regel von echten Münzen ab.
  • Die Randprägungen der echten 2-Euro-Münzen sind gestochen scharf in den Münzrand eingeprägt. Fälschungen weisen häufig unvollständige oder unregelmäßige Randprägungen auf.
  • Echte 1-Euro- und 2-Euro-Münzen sind nur schwach magnetisch und bleiben zwar am Magneten haften, lassen sich dann aber auch leicht wieder ablösen. Fälschungen hingegen werden in der Regel nicht angezogen oder haften sehr fest am Magneten.

Aber: Euro-Falschmünzen sind in der Regel nur bei sehr sorgfältiger Prüfung visuell von echten Münzen zu unterscheiden.

Der durch die Fälscher angerichtete Schaden ging im genannten Zeitraum allerdings – anders als die Zahl der falschen Banknoten – um rund 0,1 Millionen Euro auf 1,6 Millionen Euro zurück. Wesentliche Ursache ist ein Umstieg der Fälscher auf kleinere Stückelungen. Vor allem die Zahl der gefälschten 100-Euro-Noten ist gesunken. Im Gegenzug dazu setzten die Fälscher wieder vermehrt auf 50-Euro-Noten. Weiter fortgesetzt hat sich der bereits im vergangenen Jahr registrierte Anstieg der Fälschungen der 20-Euro-Banknoten.

Wer sich genauer über Fälschungen informieren will, findet eine bebilderte Anleitung auf der Website der Deutschen Bundesbank und bei der Polizei einen „Euro-Blütentrainer“ (benötigt einen Browser mit installiertem Java) sowie eine interaktive Webseite für Falschgeld-Merkmale. Umfassende Auskunft bei komplizierteren Fragen zum Falschgeldthema gibt die Falschgeldstelle der Deutschen Bundesbank per Telefon und E-Mail.

(Deutsche Bundesbank/ml)