Sicherheitssoftware geht auf Reputationsbasis vor

Symantec hat Betaversionen seiner Sicherheitssoftware Norton Internet Security 2010 und Norton Antivirus 2010 vorgestellt, die Online-Gefahren zusätzlich zu gängigen Methoden durch ein neues reputationsbasiertes Modell bekämpfen sollen. Die beiden Lösungen sollen auf Grund des neuen Ansatzes auch solche Gefahren identifizieren können, die von rein signaturbasierten Systemen nicht erkannt werden können. Zusätzlich soll Sonar 2, ein verhaltensbasiertes Schutzsystem, Gefahrenarten erkennen und entsprechende Abwehrmethoden wählen.

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Der reputationsbasierten Ansatz soll gegen immer neue und bislang völlig unbekannte Angreifer helfen. Quelle der Reputation sind weltweit Millionen Nutzer der Norton-Community, die bestimmte Daten der Anwendungen auf ihren Systemen anonymisiert zur Verfügung stellen. Symantec errechnet aus diesem Datenpool eine Sicherheitsbewertung für jedes einzelne Programm und kann damit gezielt gegen jede Art von Online-Gefahr vorgehen, ohne je die User selbst befragt haben zu müssen. So sollen sich unbekannte und obskure Applikationen identifizieren und bekämpfen lassen. Dazu Rowan Trollope, Senior Vice President, Symantec:

„Angesichts der immer rasanter steigenden Anzahl von Online-Gefahren reichen herkömmliche Abwehrmethoden und Basisvirenscanner einfach nicht mehr aus. Allein im letzten Jahr haben wir etwa 1,8 Mio. neue Virendefinitionen erstellt. Nun haben wir den Spieß umgedreht und bekämpfen die Gefahren, ohne dafür ihren ,Steckbrief‘ kennen zu müssen. Damit können wir den Nutzern eine wirkliche Innovation bieten, die einen Meilenstein bei der Abwehr von Cyberattacken darstellt. Der neue, reputationsbasierte Ansatz ermöglicht zum einen, die bisherigen Schutzmechanismen zu erweitern und ,agressiver‘ zu machen. Zum anderen machen wir es Hackern wesentlich schwerer, Sicherheitsfunktionen zu unterlaufen, indem sie einfach den Schadcode variieren.“

Nutzer sollen zudem von einer neuen Informationsfunktion profitieren, die in verständlichen Worten die Art der gerade aktuellen Gefahren erklärt, und mit dem ebenfalls neuen, auf der Anti-Spam-Unternehmenslösung Symantec Brightmail basierenden Spam-Filter effektivere Spam-Abwehr betreiben können.

Norton Internet Security 2010 und Norton AntiVirus 2010 stehen ab sofort als englischsprachige Betaversionen zum Download bereit. Deutsche Betaversionen sollen in Kürze unter demselben Link erhältlich sein. Betatester können ihre Meinung zu den neuen Versionen im Norton Public Beta Forum äußern und diskutieren.

Alle Norton-Lösungen – z.B. Norton 360, Norton Internet Security und Norton Antivirus – sollen bei offizieller Verfügbarkeit mit dem kommenden Betriebssystems Windows 7 kompatibel sein. Norton-User erhalten bei gültigem Abonnement ein entsprechendes kostenloses Update. (Quelle: Symantec/GST)