Sparsamer Ressourceneinsatz ein Gebot der Vernunft

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Sparsamer Umgang mit Ressourcen ist die einzige Methode, die Rentabilität eines Unternehmens sofort und ohne Risiko zu steigern. Deshalb haben das Bundesumweltministerium und der Verein Deutscher Ingenieure (VDI) ein Kompetenzzentrum für Effizienztechnologien gegründet. Es soll vor allem kleine und mittlere Unternehmen des produzierenden Gewerbes darin unterstützen, versteckte Einsparpotenziale im Bereich der Ressourcen zu finden und zu nutzen. Im Vordergrund der Beratung steht der Einsatz innovativer Technologien für den Klima- und Ressourcenschutz.

Nach Ansicht vieler Experten gebieten allein schon betriebswirtschaftliche Überlegungen einen sparsamen Umgang mit den Ressourcen, denn mit deren endlicher Verfügbarkeit wird ihr Kostenanteil in Zukunft noch steigen und zu einem wesentlichen Wettbewerbsfaktor für die deutsche Industrie werden.

In Unternehmen des produzierenden Gewerbes sind durchschnittlich über 40 % der Produktionskosten auf Material- und Rohstoffkosten zurückzuführen, während die Lohnkosten nur rund 20 % und die Energiekosten durchschnittlich nur 2 % ausmachen. Trotzdem werde meistens zunächst bei den Arbeitskosten nach Einsparungsmöglichkeiten gesucht, klagen Bundesumweltministerium und VDI. Durch den konsequenten Einsatz von effizienten Technologien könnten die Kosten für Material und Rohstoffe um rund 27 bis 60 Mrd. Euro pro Jahr reduziert werden.

Für einzelne, ausgewählte Branchen wie Kunststofferzeugung, Metallverarbeitung, chemische Industrie, Elektroindustrie und Baugewerbe zeigen erste Schätzungen, dass das Einsparpotenzial zwischen 5 und 11 Milliarden Euro pro Jahr in der jeweiligen Branche liegt. VDI-Präsident Prof. Bruno O. Braun: „Deutschland muss zum Leitmarkt für Ressourceneffizienz werden.“

Für das Kompetenzzentrum stellt das Bundesumweltministerium bis Ende 2011 rund 5,2 Millionen Euro aus seiner Klimaschutzinitiative zur Verfügung.

Die aktuelle VDI-Studie „Mehr Wissen – weniger Ressourcen, Potenziale für eine ressourceneffiziente Wirtschaft“ mit weitergehenden Informationen steht als kostenloser Download im Internet zur Verfügung.

(VDI/ml)