Wenn schon entlassen, dann wenigstens fair

Die Wirtschaftskrise zwingt manchen Mittelständler, Mitarbeiter zu entlassen. Das fällt vielen schwerer, als ihre Mitarbeiter glauben. Auch mittelständische Unternehmen schalten deshalb immer häufiger Outplacementberater ein, wenn sie sich von Mitarbeitern trennen müssen. Gerade in Krisenzeiten tragen die Berater dazu bei, dass die notwendigen Schritte einvernehmlich geregelt werden können. Für Firmen vereinfachen sie Trennungen, weil auf diese Weise lange und teure Rechtsstreitigkeiten vermieden werden.

Zudem übernimmt der Arbeitgeber damit soziale Verantwortung, die auch bei den verbleibenden Mitarbeitern für positive Signale sorgt. Den betreuten Kandidaten eröffnet Outplacementberatung ebenfalls eine reibungslosere Trennung, in deren Verlauf sie bei der beruflichen Neuorientierung und der Gestaltung ihrer Zukunft professionell unterstützt werden. Der Bundesverband Deutscher Unternehmensberater (BDU) hat nun Kriterien erarbeitet, die Unternehmen und Arbeitnehmern bei ihrer Suche nach einem qualifizierten Outplacementberater helfen.

So zeichnen sich qualifizierte Outplacementberater dadurch aus, dass der Schwerpunkt ihrer Beratungstätigkeit auf der Outplacementberatung liegt. Im Beratungsprozess helfen sie, ein fundiertes Eignungsprofil für die folgenden Bewerbungen auszuarbeiten. Sie stellen ihren Kandidaten einen professionellen Büroservice zur Verfügung und unterstützen sie unter anderem bei der Recherche des für sie relevanten Arbeitsmarkts und bei der Gestaltung der Bewerbungsunterlagen.

Im Rahmen einer unbefristeten Einzeloutplacementberatung coachen sie ihre Kandidaten bis zum Abschluss eines neuen Vertrages und auch in der ersten Phase nach Antritt einer neuen Position. Weiterhin verpflichten sie sich hier zur Wiederaufnahme der Beratung, falls diese innerhalb der Einarbeitungszeit (Probezeit oder länger) wieder ausscheiden.

Wichtig sind ein klarer Leistungskatalog. Wünschenswert sind Kundenreferenzen und Berufserfahrung der Berater. So verlangt der BDU von seinen Mitgliedern z. B. drei positive Kundenreferenzen, zwei Empfehlungen von BDU-Mitgliedsunternehmen, fünf Jahre Berufserfahrung als hauptberuflicher Unternehmensberater und drei Jahre Selbstständigkeit in der Unternehmensberatung.

Eine detaillierte Checkliste für die Auswahl von qualifizierten Outplacementberatern kann beim BDU per eMail unter info@bdu.de bestellt werden.

(ots/ml)