Heftigster Preisverfall im Großhandel seit 51 Jahren

Zahlen des Statistischen Bundesamts
Zahlen des Statistischen Bundesamts

Der Preisindex für Großhandelswaren notierte heuer im Juli 10,6 % niedriger als vor einem Jahr. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts ist das der höchste Preisrückgang gegenüber einem Vorjahresmonat seit Beginn der Berechnung des Index vor über einem halben Jahrhundert. In den Vormonaten Mai und Juni lag der Preisrückgang noch bei -8,9 % und -8,8 %. Allein im Vergleich zum Juni 2009 fielen die Großhandelspreise im Juli um 0,5 %.

Im Großhandel mit Erzen, Metallen und Metallhalbzeug lagen die Preise um 33,8 % unter dem Stand vom Juli 2008. Gegenüber dem Vormonat verbilligten sich die zu dieser Wirtschaftsklasse gehörenden Waren um 0,2 %. Die Preise für feste Brennstoffe und Mineralölerzeugnisse verringerten sich auf Großhandelsebene im Vorjahresvergleich um 26,8 %. Im Vergleich zum Vormonat fielen sie ebenfalls (-1,4 %), nachdem sie in den vergangenen drei Monaten noch gestiegen waren.

In der Landwirtschaft und im Nahrungsmittelsektor wurden auf Großhandelsebene im Vorjahresvergleich Getreide, Saaten und Futtermittel um 32,1 % billiger; Obst, Gemüse und Kartoffeln wurden um 13,9 %, Milch und Milcherzeugnisse, Eier, Speiseöle und Nahrungsfette um 10,2 % günstiger. Auch gegenüber dem Vormonat wurde für Getreide, Saaten und Futtermittel (-6,5 %), Obst, Gemüse und Kartoffeln (-2,8 %) und für Milch und Milcherzeugnisse, Eier, Speiseöle und Nahrungsfette (-0,8 %) weniger bezahlt.

Tabakwaren verteuerten sich im Juli auf Großhandelsebene gegenüber Juli 2008 um 3,5 % und gegenüber Juni 2009 um 1,9 %.

(Statistisches Bundesamt/ml)