Kredithürde im August geringfügig gesunken

Kredithürde in der Gewerblichen Wirtschaft
Kredithürde in der Gewerblichen Wirtschaft

Die Kredithürde für die gewerbliche Wirtschaft Deutsch­lands ist nach Angaben des Münchner ifo Instituts im August leicht gesunken. Von den befragten Unternehmen haben 44,2 % angegeben, die Kreditvergabe der Banken sei restriktiv. Im Juli machten 45,1 % der Firmen diese Erfahrung. Im verarbeitenden Gewerbe ist die Kredithürde nach 47,0 % im Juli im August auf 45,9 % gesunken. Damit setzt sich auch im August das leichte Auf und Ab der letzten Monate fort.

Sowohl in der Gruppe der großen wie auch der kleinen Industrieunternehmen haben die Klagen über die Kreditvergabepolitik der Banken etwas abgenommen.

Kredithürde nach Größenklassen
Kredithürde nach Größenklassen

Im Mittelstand ist die Entwicklung allerdings uneinheitlich verlaufen: Während bei den kleinen Unternehmen die Kredithürde von 43,5 % auf nunmehr 40,4 % gesunken ist, hat sich die Situation für die mittelgroßen Firmen ungünstiger entwickelt. Nahmen im Juli lediglich 43,8 % eine Kredithürde wahr, sind es aktuell 44,5 %. Gebessert hat sich die Situation auch für große Unternehmen. Zwar berichtet weiterhin mehr als die Hälfte der großen Unternehmen über schwierige Kreditverhandlungen, ihr Anteil sank aber von 53,6 % im Juli auf nunmehr 51,8 %.

Im Bauhauptgewerbe und im Handel liegt die Kredithürde minimal niedriger als im Vormonat. Bei den Unternehmen im Bauhauptgewerbe stufen im August 46,5 % der Befragungsteilnehmer das Bankenverhalten als restriktiv ein. Im Vormonat waren es 47,0 %. Von den befragten Handelsunternehmen bewerten 41,7 %, nach 42,5 % im Juli, die Kreditvergabepolitik der Banken als zurückhaltend.

(ifo/ml)