Schweizer Finanzmarktexperten sind optimistisch

ZEW-CS Finanzmarkttest Schweiz
ZEW-CS Finanzmarkttest Schweiz

Die Konjunkturerwartungen für die Schweiz haben sich im August offensichtlich wieder verbessert. Das zeigt der aktuelle Finanzmarkttest für die Schweiz des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) und der Credit Suisse (CS). Nach einer Pause im Juli mit einer leichten Abwärtsentwicklung stieg der Indikator nun erneut an und steht (nach 0,0 Punkten im Juli) jetzt bei 18,6 Punkten. Allerdings verschlechterte sich der Index für die Bewertung der aktuellen wirtschaftlichen Lage in der Schweiz. Er sank seit Juli um 8,9 Punkte auf nunmehr -79,1 Punkte.

Die Inflationserwartungen für die Schweiz haben laut ZEW-CS Finanzmarkttest auch im August im Vergleich zum Vormonat leicht zugenommen. Allerdings sehen knapp zwei Drittel der Befragten die Teuerungsrate in nächster Zeit etwa auf dem gegenwärtigen Niveau verharren.

Die Finanzmarktexperten wurden auch gefragt, welche Faktoren ihrer Ansicht nach für die schwache Dynamik der Kreditvergabe verantwortlich sind. Mehr als die Hälfte der Befragten gaben an, dass die schwache Kreditvergabe durch einen Nachfragemangel, durch einen Angebotsmangel, sowie durch die schlechteren Kundenratings und die strikteren Eigenkapitalregeln für Banken verursacht worden sind. Immerhin 26,3 % der befragten Experten schließen allerdings aus, dass ein unzureichendes Angebot seitens der Banken die niedrige Kreditvergabe ausgelöst hat.

Der ausführliche monatliche „Credit Suisse ZEW Finanzmarktreport Schweiz“ steht als kostenloser Download online zur Verfügung.

(ZEW/ml)

ZEW-CS Finanzmarkttest Schweiz

Im Rahmen des ZEW-CS Dinanzmarkttests Schweiz werden Finanzexperten nach ihren mittelfristigen Erwartungen befragt, die sie für wichtige internationale Finanzmärkte hinsichtlich der Entwicklung der Konjunktur, der Inflationsrate, der kurz- und langfristigen Zinsen, der Aktienkurse und der Wechselkurse haben. Zusätzlich werden die Finanzexperten um eine Einschätzung der Ertragslage der Unternehmen in folgenden schweizerischen Dienstleistungsbranchen gebeten: Banken, Versicherungen, Konsum/Handel, Telekommunikation und insgesamt.

Die Saldenpunkte ergeben sich aus der Differenz der positiven und der negativen Anteile.