Akzeptanz für Weiterbildung statt Gehaltserhöhung

Bereitschaft, Fortbildung statt Geld zu akzeptieren
Bereitschaft, Fortbildung statt Geld zu akzeptieren

Viele deutsche Beschäftigte haben Verständnis für die Pro­ble­me der Unternehmen in der Krise. Das ergab eine Um­fra­ge der Jobbörse Stepstone, an der rund 10.000 deutsche Fach- und Führungskräfte teilnahmen. So bekundeten 47 % der Befragten, dass sie derzeit in jedem Fall auf mehr Ge­halt verzichten würden, wenn sie stattdessen verstärkt Wei­ter­bil­dungs­an­ge­bo­te wahrnehmen können. Weitere 44 % finden, dass Weiterbildung in der gegenwärtigen Krise eine sinnvolle Lösung darstellt, wenn bei einem Aufschwung wieder über Geld gesprochen werden könne. Lediglich 9 % bestehen auf mehr Geld als Vergütung für ihre beruflichen Leistungen.

„Mit einem Ausbau ihrer Weiterbildungsangebote schaffen Unternehmen eine klassische Win-Win-Situation für sich und ihre Mitarbeiter. Auf der einen Seite kommen sie den Bedürfnissen ihrer Mitarbeiter entgegen und andererseits investieren sie in deren Qualität. Das ist vor dem Hintergrund des nach wie vor akuten Fachkräftemangels ebenso zwingend notwendig, wie die Einsparung von steigenden Lohnkosten in wirtschaftlichen Krisenzeiten,“ appelliert Wolfgang Bruhn, Vorstand bei StepStone Deutschland, an die Unternehmen.

Erfreuliches Ergebnis: Im internationalen Vergleich sind die deutschen Fachkräfte mit ihrem Zugeständnis vergleichsweise kooperativ. So wollen in Belgien 23 % der Befragten in jedem Fall mehr Geld als Anerkennung ihrer Leistungen verdienen – ähnlich wie in Schweden, wo jeder fünfte Befragte so antwortete. Vergleichbar den deutschen Ergebnissen sind jene aus Dänemark, wo die Hälfte der Teilnehmer in jedem Fall vermehrt Weiterbildungsangebote in Anspruch nehmen und dafür auf eine Lohnsteigerung verzichten würde.

(ots/ml)