Einstellungsbereitschaft deutscher Unternehmen steigt

Viel früher als erwartet sind die Unternehmen trotz Rezession wieder vermehrt bereit, neue Mitarbeiter einzustellen oder die Zahl der Mitarbeiter zumindest beizubehalten. Das zeigt das heute veröffentlichte Arbeitsmarktbarometer für das vierte Quartal 2009 des Personaldienstleisters Manpower. Rund 83 % der im Rahmen der Studie befragten Unternehmen bekundeten, den Personalstand halten zu wollen. Immerhin 7 % wollen sogar neues Personal einstellen. Im Vergleich zum Vorquartal verbessert sich der Netto-Beschäftigungsausblick damit um einen Prozentpunkt auf -1 %.

Mit +7 % Einstellungsbereitschaft zeigt sich der Bereich Finanzen und Immobilien am optimistischsten, gefolgt von der Versorgungswirtschaft sowie dem Bereich öffentliche Hand und Soziales einschließlich des Gesundheitswesens.

Das produzierende Gewerbe verzeichnet bei der Einstellungsbereitschaft mit -10 % den niedrigsten Wert aller Branchen. Sinkendes Interesse an Neueinstellungen lassen auch die Land- und Forstwirtschaft (-9 %) und das Baugewerbe (-2 %) erkennen. Handel und Hotellerie (-5 %) sowie der Bergbau (-4 %) zeigen ebenfalls wenig Bereitschaft, Mitarbeiter fest zu verpflichten.

Das Arbeitsmarktbarometer geht für die Hälfte der acht Regionen Deutschlands von einer positiven Einstellungsbereitschaft aus. Verbessert haben sich Berlin (+6 %) und Ostdeutschland (+3 %). München präsentiert sich erholt, ebenso das Ruhrgebiet. Die Stimmung in Frankfurt ist negativ: Für Nord-, West- und Süddeutschland sagt die Prognose Minuswerte voraus.

(ots/ml)