Stimmung im Kunststoffmaschinenbau hellt auf

In letzter Zeit ist bei vielen Kunden des deutschen Kunststoff- und Gummimaschinenbaus die Nachfrage nach Maschinen wieder gestiegen. Maschinenhersteller berichten über eine Zunahme von Projektgesprächen und über eine steigende Anzahl Anfragen. In einigen Kundenbranchen zeigen die Kurven der Ge­schäfts­er­war­tun­gen bereits wieder nach oben, freut sich der Fachverband Kunststoff- und Gummimaschinen. Auch die Ge­schäfts­er­war­tun­gen der deutschen Hersteller von Kunststoff- und Gummimaschinen seien in den vergangenen Wochen gestiegen.

Die Einschätzung der aktuellen Geschäftslage habe sich dagegen erst minimal verbessert. „Das ist Ausdruck der Auftragsflaute, die bis Mitte des Jahres weiter anhält“, glaubt Ulrich Reifenhäuser, Vorsitzender des Fachverbandes Kunststoff- und Gummimaschinen. Tatsache ist, dass die Bestellungen für deutsche Kunststoff- und Gummimaschinen im Zeitraum Januar bis Juni 2009 um 47 % zurückgegangen sind, wobei die Inlandsbestellungen mit -42 % etwas weniger einbüßten als jene aus dem Ausland (-48 %). Die Umsätze gingen im gleichen Zeitraum um 28 % zurück.

Diese Ergebnisse der VDMA-Monatserhebung spiegeln auch die Ergebnisse der amtlichen Exportstatistik wider. Die Auslandslieferungen von Kunststoff- und Gummimaschinen aus Deutschland gingen im ersten Halbjahr 2009 um 36,9 % zurück. Der Rückgang betrifft die Mehrzahl der wichtigen Absatzmärkte (China -34,7 %, USA -50,0 %, Russland -41,9 %). Es gibt aber positive Ausnahmen: Die Ausfuhr nach Indien (0,3 %) liegt noch immer auf Vorjahresniveau und damit auf Platz 4 der Top-Lieferländer.

Für das laufende Jahr 2009 bleibt der Fachverband bei seiner im Juni abgegebenen Prognose und rechnet weiter mit einem Umsatzrückgang um 40 %. Auf der Basis der niedrigen Ausgangswerte in 2009 sei für das kommende Jahr ein leichter Zuwachs im Umsatz vorstellbar, glaubt der Verband. Die Branche rechnet damit, spätestens zur Kunststoffmesse „K’2010“ wieder Fahrt aufzunehmen.

(VDMA/ml)