Europäische Inflationsraten
In der EU blieben die Preise im August stabil

Eurostat-Daten
Eurostat-Daten

Die jährliche Inflationsrate der Eurozone (EZ16) lag im September 2009 bei -0,3 % und damit noch niedriger als im August (-0,2 %). Die monatliche Inflationsrate der Eurozone lag bei 0,0 %. Im Gegensatz zur Eurozone lag die jährliche Inflationsrate der EU27 im September im positiven Bereich bei 0,3 % (August: 0,6 %). Die monatliche Inflationsrate der EU27 betrug im September aber wie in der Eurozone 0,0 %.

Preisentwicklung in den EU-Mitgliedstaaten

Im September 2009 wurden die niedrigsten jährlichen Raten in Irland (-3,0 %), Portugal (-1,8 %) und Estland (-1,7 %) gemessen. Die höchsten verzeichneten Rumänien (4,9 %), Ungarn (4,8 %) und Polen (4,0 %). Im Vergleich zu August 2009 ging die jährliche Inflationsrate in dreiundzwanzig Mitgliedstaaten zurück. In einem Mitgliedstaat blieb die Inflationsrate unverändert, in drei Mitgliedstaaten stieg sie an.

Die niedrigsten Durchschnittswerte über zwölf Monate4 bis einschließlich September 2009 verzeichneten Irland (-0,5 %), Portugal (-0,3 %) und Luxemburg (0,2 %); während die höchsten in Lettland (6,5 %), Litauen und Rumänien (je 6,2 %) gemeldet wurden.

Veränderungen in der Eurozone gegenüber September 2008

Am stärksten stiegen die Preise gegenüber dem Vorjahr bei Alkohol und Tabak (+4,4 %), verschiedene Waren und Dienstleistungen (+2,3 %) sowie Hausrat (+1,5 %). Die niedrigsten jährlichen Raten traten in den Bereichen Verkehr (-3,7 %), Wohnung (-1,6 %) und Nahrungsmittel (-1,3 %) auf.

Bei den Teilindizes hatten Restaurants und Cafés (+0,15 Prozentpunkte), Tabak (+0,14) und Mieten (+0,13) die stärkste Steigerungswirkung auf die Gesamtinflation, während Kraftstoffe für Verkehrsmittel (-0,70), Flüssige Brennstoffe (-0,34) und Gas (-0,19) am stärksten senkend wirkten.

Veränderungen in der Eurozone gegenüber August 2009

Gegenüber dem Vormonat legten die Preise am stärksten in den Bereichen Bekleidung und Schuhe (+6,5 %), Erziehung und Unterricht (+0,8 %), verschiedene Waren und Dienstleistungen sowie Hausrat (je +0,3 %) zu. Die Bereiche mit den niedrigsten Raten waren Verkehr, Freizeit und Kultur sowie Restaurants und Hotels (je -1,2 %).

Vor allem Bekleidungsartikel (+0,33 Prozentpunkte) und Schuhe (+0,08) hatten die stärkste Steigerungswirkung, während Pauschalreisen und Beherbergungsdienstleistungen (je -0,13) und Kraftstoffe für Verkehrsmittel (-0,10) am stärksten senkend wirkten.

(Eurostat/ml)