Onlinemedien
Internetportale der Zeitungsverlage legen stark zu

Die Zugriffszahlen auf die Internetportale der Zeitungsverlage steigen weiter. Um ein Drittel mehr Besucher konnten die 20 beliebtesten Nachrichtenportale von Januar bis September verzeichnen. Das entspricht über 4,7 Milliarden Visits. Besonders beliebt war erneut Spiegel Online (977 Millionen Visits) gefolgt vom Bild-Portal (858 Millionen Visits). Nach dem Relaunch sind nach Angaben des Branchenverbands BITKOM beide Online-Angebote stark gewachsen. Aktuell erreicht Spiegel Online einen Top-20-Marktanteil von 20,7 %, Bild hält 18,2 %.

Wachsenden Zuspruch verzeichnen auch die Online-Angebote anderer Zeitungsverlage. So schraubte die Süddeutsche Zeitung (SZ) mit einem Plus von 41 % gegenüber Januar bis September 2008 die Besucherzahlen ihres Portals auf 195 Millionen hoch. Welt Online wuchs im Vergleichszeitraum um 12 % und liegt knapp vor dem Portal der SZ auf Rang 8. Hohe Zuwachsraten meldeten auch die Ableger der Frankfurter Allgemeinen Zeitung mit 158 Millionen Besuchen (+30 %) sowie die Online-Angebote der beiden Wirtschaftszeitungen Handelsblatt (+41 % auf 88 Millionen Visits) und Financial Times Deutschland (+41 % auf 77 Millionen Visits). Der traditionsreiche Internetableger der Regionalzeitung Rheinische Post aus Düsseldorf hat sich mit einem Zuwachs von 57 % auf nunmehr 73 Millionen Visits von Januar bis September ebenfalls fest in der Top 20 etabliert.

Mit den stetig wachsenden Nutzerzahlen der Internetangebote stiegen die Online-Werbeerlöse der Verlage. Zusätzlich könnten die Medienhäuser nach Meinung des BITKOM durch neue Geschäftsmodelle allmählich auch Verkaufserlöse für ihre Nachrichten im Internet erzielen.

Größter Gewinner von Januar bis September ist die Online-Tochter des Nachrichtensenders N24. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum konnte das Portal ein Plus von 147 % auf 82 Millionen Besuche erzielen. Nr. 2 in Sachen Wachstum ist das Finanzportal des Axel Springer Verlags. Es legte um 125 % auf 63,7 Millionen Besuche zu.

In dieser Betrachtung wurden nur Angebote berücksichtigt, die ausschließlich und tagesaktuell über Politik-, Wirtschafts-, Sport- oder Fachthemen berichten und von der IVW geprüft werden.

(BITKOM/ml)