Exportentwicklung im August besorgniserregend

Zahlen des Statistischen Bundesamts
Zahlen des Statistischen Bundesamts

Nach vorläufigen Berechnungen ist die Exportentwicklung im August besorgniserregend. So wurden im August lediglich Waren im Wert von 60,4 Milliarden Euro ausgeführt. Das bedeutet gegenüber dem August letzten Jahres ein erneutes Minus von 20,0 %. Leider sanken die Exporte damit auch um 1,8 % unter das Niveau des Vormonats Juli. Hinzu kommt, dass die Importe mit 52,2 Milliarden Euro zwar im Vergleich zum August 2008 um 19,3 % zurückgingen, aber gegenüber dem Juli um 1,1 % stiegen. Die Außenhandelsschere öffnet sich dadurch zusätzlich.

Die Außenhandelsbilanz schloss im August 2009 mit einem Überschuss von 8,1 Milliarden Euro ab. Im August 2008 hatte der Saldo in der Außenhandelsbilanz 10,8 Milliarden Euro betragen. Kalender- und saisonbereinigt lag im August 2009 der Außenhandelsbilanzüberschuss bei 10,6 Milliarden Euro.

Zusammen mit den Salden für Dienstleistungen (– 4,3 Milliarden Euro), Erwerbs- und Vermögenseinkommen (+ 4,7 Milliarden Euro), laufende Übertragungen (– 3,1 Milliarden Euro) sowie Ergänzungen zum Außenhandel (– 0,8 Milliarden Euro) schloss – nach –

Die Leistungsbilanz ergabt nach vorläufigen Berechnungen der Deutschen Bundesbank im August 2009 einen Überschuss von 4,6 Milliarden Euro. Im August 2008 hatte die deutsche Leistungsbilanz einen Aktivsaldo von 8,1 Milliarden Euro ausgewiesen.

In die Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) wurden im August 2009 Waren im Wert von 37,9 Milliarden Euro versandt und Waren im Wert von 33,8 Milliarden Euro von dort bezogen. Gegenüber August 2008 sanken die Versendungen in die EU-Länder um 19,3 % und die Eingänge aus diesen Ländern um 16,8 %.

In die Länder außerhalb der Europäischen Union (Drittländer) wurden im August 2009 Waren im Wert von 22,5 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 18,5 Milliarden Euro aus diesen Ländern importiert. Gegenüber August 2008 sanken die Exporte in die Drittländer um 21,2 % und die Importe von dort um 23,3 %.

(Statistisches Bundesamt/ml)