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Englischsprachige Werbung für Mehrheit nur ärgerlich

Mit der aktuellen Umfrage bereits zum dritten Mal im Abstand von je drei Jahren untersuchte die Kölner Agentur Endmark die Verständlichkeit englischsprachiger Werbung für deutsche Verbraucher. Das Ergebnis müsste allen „hippen“ Werbeagenturen zu denken geben: Ähnlich wie in den Jahren zuvor ergab die Befragung, dass über zwei Drittel der Konsumenten englischsprachige Werbebotschaften entweder nicht oder falsch verstehen.

Untersucht wurden zehn Werbeslogans unterschiedlicher Branchen, die sich alle an Endverbraucher richteten. Die Bandbreite reichte dabei von Opel und Levi’s über Braun und Philips bis Langnese und Youtube. Befragt wurden über eintausend Personen zwischen 14 und 49 Jahren in Hamburg, Köln, Leipzig und München, deren Muttersprache Deutsch ist. Die ihnen gestellte Aufgabe bestand darin, die gezeigten und vorgelesenen Werbesprüche sinngemäß zu übersetzen, nach dem Motto: „Was will mir die Werbung damit sagen?“

In Einzelfällen führten die Übersetzungsversuche zu sehr skurrilen Ergebnissen wie etwa „Mache Deinen Brotkasten selbst“ für „Broadcast Yourself“ (Youtube) und „Sinn und Einfalt“ für „sense and simplicity“ (Philips) oder „Die Taste ist getuned“ für „Taste Tuned“ (Mixery). Obwohl die extrem falschen Antworten Einzelfälle darstellen, sind sie doch symptomatisch. Nur etwa 28 % der Befragten waren im Durchschnitt in der Lage, die englischen Werbesprüche im Sinne ihrer Absender zu verstehen.

Unternehmen sollten deshalb gut überlegen, ob das mit englischsprachigen Werbesprüchen und Marketing-Denglisch meist angestrebte jugendliche Image die Miss- bzw. Unverständlichkeit für die Mehrheit der Kunden tatsächlich aufwiegt. Zumal sich viele Menschen ausgesprochen ärgern, wenn sie etwas nicht verstehen können.

(ots/ml)