Europa
Industrie-Erzeugerpreise im September gesunken

Entwicklung der industriellen Erzeugerpreise
Entwicklung der industriellen Erzeugerpreise

Wie das europäische Amt für Statistik, Eurostat meldet, fiel der Erzeugerpreisindex der Industrie im September 2009 in der Eurozone (EZ16) 0,4 % unter das Niveau des Vor­mo­nats August. In der EU27 unterschritt der Index den Vor­mo­natswert um 0,7 %. Einen Monat zuvor waren die Er­zeu­ger­prei­se gegenüber dem Vormonat in beiden Gebieten noch um durchschnittlich 0,5 % angestiegen. Im Vergleich zum September letzten Jahres nahmen die Erzeugerpreise in der Eurozone um 7,7 % und in der EU27 um 7,3 % ab.

Vergleich mit August 2009

Im Vergleich zum Vormonat blieben die Erzeugerpreise im September 2009 in der gesamten Industrie ohne den Energiesektor sowohl in der Eurozone als in der EU27 stabil. Die Preise im Energiesektor nahmen um 1,9 % bzw. 2,6 % ab. Der Preisindex für Gebrauchsgüter und Verbrauchsgüter fiel in beiden Gebieten um 0,1 %, jener für Vorleistungsgüter nahm um 0,2 % zu. Die Preise für Investitionsgüter fielen in der Eurozone um 0,1 %, blieben aber in der EU27 stabil.

Die höchsten Anstiege des Gesamtindex fanden in Bulgarien (+1,2 %), Estland (+0,4 %), Zypern und Slowenien (je +0,3 %) statt. Die stärksten Rückgänge verbuchten Griechenland, Finnland und Großbritannien (je -0,8 %) sowie Litauen (-0,7 %).

Vergleich mit September 2008

Im Vergleich zum September 2008 sanken die Erzeugerpreise im September 2009 in der Industrie ohne den Energiesektor in der Eurozone um 4,3 % und in der EU27 um 3,4 %. Die Preise im Energiesektor nahmen um 17,6 % bzw. 16,8 % ab. Vorleistungsgüter fielen in der Eurozone um 7,3 % und in der EU27 um 6,5 %. Verbrauchsgüter verzeichneten einen Rückgang von 3,2 % bzw. 2,2 %. Investitionsgüter fielen in der Eurozone um 0,5 % und in der EU27 um 0,1 %. Gebrauchsgüter nahmen um 0,7 % bzw. 1,2 % zu.

Die höchsten Rückgänge des Gesamtindex verzeichneten die Niederlande (-13,4 %), Litauen (-12,1 %) und Dänemark (-11,3 %), die niedrigsten Rückgänge verbuchten Rumänien (-0,1 %), Ungarn (-1,2 %) und Slowenien (-1,6 %). Die einzige Steigerung fand in Malta (+0,7 %) statt.

(Eurostat/ml)