Europa
Sehr moderater Anstieg der europäischen Inflationsrate

Eurostat-Daten
Eurostat-Daten

Die Inflationsraten sowohl der Eurozone als auch der EU27 sind im November zwar gewachsen, aber sehr moderat. So lag die monatliche Inflationsrate (mittlerer Preisanstieg gegenüber dem Vormonat) in der Eurozone bei 0,1 %, die der EU27 bei 0,2 %. Gegenüber dem Vor­jah­res­mo­nat November 2008 betrug die Inflationsrate der Eurozone 0,5 %, jene der EU27 gerade einmal 1,0 %. Zum Vergleich: Im November 2008 lag die jährliche Inflationsrate bei 2,1 % bzw. 2,8 %.

Preisentwicklung in den EU-Mitgliedstaaten

Im November 2009 wurden die niedrigsten jährlichen Raten in Irland (-2,8 %), Estland (-2,1 %) und Lettland (-1,4 %) gemessen, und die höchsten in Ungarn (5,2 %), Rumänien (4,6 %) und Polen (3,8 %). Die niedrigsten Durchschnittswerte über zwölf Monate (Dezember 2008 bis einschließlich November 2009) verzeichneten Irland (-1,4 %), Portugal (-0,8 %) und Spanien (-0,2 %); während die höchsten in Rumänien (5,7 %), Litauen (4,8 %) und Lettland (4,2 %) gemeldet wurden.

Eurozone

Die Warengruppen und Dienstleistungen mit den höchsten jährlichen Preis- bzw. Kostensteigerungen waren im November 2009 Alkohol und Tabak (4,5 %) sowie Erziehung und Unterricht (1,6 %). Die mit den niedrigsten jährlichen Inflationsraten waren Nahrungsmittel (-1,2 %), Wohnung (-1,0 %) und Nachrichtenübermittlung (-0,7 %).

Den stärksten Teuerungsdruck im Rahmen der jährlichen Gesamtinflation übten Tabak (+0,13 Prozentpunkte), Kraftstoffe für Verkehrsmittel (+0,12) und Mieten (+0,08) aus, während Gas (-0,30), Flüssige Brennstoffe (-0,11), Milch, Käse und Eier sowie Kraftwagen (je -0,09) am stärksten senkend wirkten.

Die Warengruppen und Dienstleistungen mit den höchsten monatlichen Preis- bzw. Kostensteigerungen waren Verkehr (0,7 %), Alkohol und Tabak (0,5 %) sowie Bekleidung und Schuhe (0,4 %). Diejenigen mit den niedrigsten Inflationsraten waren Nachrichtenübermittlung (-0,5 %), Freizeit und Kultur sowie Restaurants und Hotels (je -0,4 %).

Vor allem Kraftstoffe für Verkehrsmittel (+0,12 Prozentpunkte), Flüssige Brennstoffe, Tabak und Gemüse (je +0,02) wirkten am stärksten preistreibend. Beherbergungsdienstleistungen (-0,05), Pauschalreisen (-0,04), Luftverkehr (-0,03) und Telekommunikation (-0,02) hingegen dämpften die Preisentwicklung am deutlichsten.

(Eurostat/ml)