Europäischer Infrastrukturfonds
Öffentliche Finanzierungsinstitute gründen Marguerite

Die führenden europäischen öffentlichen Finanzierungsinstitute haben (nach luxem­bur­gi­schem Recht) einen pan-europäischen Infrastrukturfonds mit dem Namen Marguerite gegründet und ihn mit einem Anfangskapital in Höhe von 600 Millionen Euro ausgestattet. Das für 2011 angestrebte endgültige Fondsvolumen beträgt 1,5 Milliarden Euro. Marguerite soll Infrastrukturinvestitionen im Bereich Klimawandel, Energiesicherheit und transeuropäische Netzwerke ankurbeln.

Marguerite entstand letztes Jahr auf Initiative des Europäischen Rats als wesentliche Maßnahme des Europäischen Konjunkturprogramms und wurde von Anfang an von der Europäischen Kommission unterstützt. Die Europäische Kommission hat die Zustimmung der EU-Mitgliedstaaten erhalten, bis zu 80 Millionen Euro in den Fonds zu investieren. Marguerite ist einer der ersten Fonds, der im derzeit immer noch schwierigen wirtschaftlichen Umfeld gegründet wurde, und stellt eine der umfangreichsten Fundraising-Aktivitäten in Europa in 2009 dar.

Durch Marguerite werden Eigenkapital oder eigenkapitalähnliche Mittel für Unternehmen bereitgestellt, die Infrastrukturprojekte im Transport- und Energiesektor, in Transeuropäische Netze sowie im Bereich erneuerbarer Energien besitzen oder betreiben. Der Fonds versteht sich als langfristiger Investor (20 Jahre) und plant, binnen vier Jahre voll investiert zu sein. Er wird sich insbesondere auf neu zu entwickelnde Infrastrukturprojekte (Greenfield-Investitionen) fokussieren. Die Fondsinvestoren beabsichtigen darüber hinaus, eine Fremdfinanzierungsinitiative von bis zu 5 Milliarden Euro zu etablieren; damit könnten die Fondsinvestoren durch Marguerite finanzierten Projekten auch langfristige Fremdfinanzierung zur Verfügung stellen.

(KfW/ml)