Erzeugerpreise
Gewerbliche Produkte im Januar 0,8 Prozent teurer

Bundesstatistik
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Wer im Januar 2010 gewerbliche Produkte vom Erzeuger kaufte, musste im Schnitt 0,8 % mehr bezahlen als im Vormonat Dezember. Im Vergleich zum Januar letzten Jahres waren die Produkte im Schnitt jedoch 3,4 % billiger. Die Schere zum Vorjahr scheint sich aber langsam zu schließen, denn im Dezember lagen die Preise noch um 5,2 % unter denen des Vorjahres. Den größten Einfluss auf die Jahresteuerungsrate übten auch im Januar 2010 die Preise für Energieträger aus.

Sie verursachte drei Viertel der Differenz zwischen den Erzeugerpreisen in den Monaten Januar 2009 und 2010. So lagen die Preise für Energieträger um 8,3 % unter denen vom Januar 2009. Gegenüber Dezember 2009 stiegen sie um 2,2 % an. Ohne Berücksichtigung von Energie lag die durchschnittliche Differenz der Erzeugerpreise gegenüber Januar 2009 bei lediglich -1,2 % und gegenüber Dezember 2009 bei +0,1 %.

Die Preise der drei Hauptenergieträger Erdgas, elektrischer Strom und Mineralöl­erzeugnisse entwickelten sich gegenüber dem Januar 2009 jedoch recht unterschiedlich: So kostete im Januar 2010 Erdgas 31,2 % weniger als im Januar 2009 und 3,9 % mehr als im Dezember 2009. Die Preise für elektrischen Strom lagen im Januar 2010 um 1,0 % niedriger als vor einem Jahr (+0,7 % gegenüber Dezember 2009). Mineralölerzeugnisse hingegen waren im Januar 2010 um 17,6 % teurer als ein Jahr zuvor und 4,3 % teurer als im Dezember 2009.

Vorleistungsgüter lagen um 2,3 % unter dem Preisniveau des Vorjahresmonats und 0,3 % über dem des Vormonats. Zu dem Rückgang gegenüber dem Vorjahr trugen mit -6,4 % vor allem Metalle bei.

Die Preise für Verbrauchsgüter waren im Januar 2010 um 0,7 % niedriger als im Vorjahresmonat, gegenüber Dezember 2009 blieben sie unverändert. Nahrungsmittel waren um 2,0 % günstiger als im Vorjahr (-0,1 % gegenüber Dezember 2009).

(Statistisches Bundesamt/ml)