GfK-Konsumklimastudie
Wonnemonat Mai fördert Kauflust

GfK Konsumklima
GfK Konsumklima

Das GfK-Konsumklima der Gesellschaft für Kon­sum­for­schung (GfK) scheint sich für den Mai weiter zu verbessern. Sowohl die Konjunktur- als auch die Einkommenserwartung legen laut den Konsumforschern in Nürnberg deutlich zu. Dagegen verzeichnet die Anschaffungsneigung – wie schon im vergangenen Monat – geringe Einbußen. Der Ge­samt­in­di­ka­tor prognostiziert nach revidiert 3,4 Punkten im April für Mai dieses Jahres einen Wert von 3,8 Zählern.

Die Signale für eine Erholung der deutschen Wirtschaft werden stärker. Und auch die Konsumenten nehmen sie deutlicher wahr, wie ihr gestiegener Konjunkturoptimismus zeigt. In deren Sog beurteilen die privaten Haushalte auch die Entwicklung ihrer finan­ziel­len Lage zuversichtlicher. Dies belegt der kräftige Sprung der Einkommenserwartung in diesem Monat. Dagegen steht die Konsumneigung nach wie vor unter dem Eindruck gestiegener Heizöl- und Benzinpreise. Sie kann von den verbesserten Konjunktur- und Einkommensaussichten derzeit nicht profitieren und muss leichte Einbußen hinnehmen.

Die Verbraucher sehen die deutsche Wirtschaft derzeit auf Erholungskurs. Nachdem die Konjunkturerwartung bereits im Vormonat spürbar zulegen konnte, hat sich die Dynamik im April sogar noch verstärkt. Der Indikator verzeichnet ein Plus von 18 Punkten und weist nun 22,5 Zähler auf. Im Vorjahresvergleich steht sogar ein Zugewinn von fast 54 Punkten zu Buche.

Von den deutlich verbesserten Konjunkturaussichten kann im April auch die Einkommenserwartung profitieren. Der Indikator macht mit einem Plus von 21,7 Punkten einen kräftigen Sprung nach oben auf nun 35,2 Zähler. Dies ist der höchste Wert seit knapp neun Jahren. Zuletzt stand der Indikator im Mai 2001 besser da.

Aus den deutlich verbesserten Konjunktur- und Einkommensaussichten kann die Anschaffungsneigung kein Kapital schlagen. Der Indikator verzeichnet leichte Einbußen in Höhe von 1,8 Punkten und weist aktuell 21,6 Zähler auf. Wenn auch der Trend derzeit leicht abwärtsgerichtet ist, so muss das Niveau immer noch als sehr zufriedenstellend bezeichnet werden. Dies belegt auch der Vorjahresvergleich mit einem Plus von 9,2 Punkten.

Die Konsumneigung steht momentan stark unter dem Eindruck der zuletzt deutlich gestiegenen Energiepreise. Vor allem Heizöl und Benzin haben in den letzten Wochen und Monaten spürbar angezogen. Steigende Preiserwartungen wiederum drücken erfahrungsgemäß auf die Konsumneigung.

Vergleich der Indikatoren
Die Tabelle zeigt die Entwicklung der einzelnen Indikatoren im April im Vergleich zum Vormonat und Vorjahr.

Der Gesamtindikator für das Konsumklima prognostiziert für Mai 2010 einen Wert von 3,8 Punkten nach revidiert 3,4 Zählern im April. Damit ist der Abwärtstrend des Konsumklimas im Frühjahr 2010 gestoppt. Wie nachhaltig der Stimmungswandel ist, werden die kommenden Monate zeigen. Vor dem Hintergrund der klaren wirtschaftlichen Erholungsanzeichen sowie der positiven Vorhersagen für den Arbeitsmarkt in diesem Jahr stehen die Vorzeichen jedoch günstig, dass sich diese Entwicklung fortsetzen kann, zumal auch die Inflationsrate voraussichtlich gemäßigt bleiben wird.

Diese Faktoren werden laut GfK dafür sorgen, dass der Konsum in diesem Jahr trotz der krisenbedingten Herausforderungen stabil bleiben wird. Allerdings wird der Export wieder die wesentliche Stütze für die wirtschaftliche Entwicklung sein.

(GfK/ml)

Die genannten Ergebnisse sind ein Auszug aus der Studie “GfK-Konsumklima MAXX” und basieren auf monatlich rund 2000 Verbraucherinterviews. Die GfK-Konsumklimastudie wird seit 1980 erhoben.