Photovoltaik
VDI begrüßt Anpassung der Vergütung für Solarstrom

Während die Hersteller von Photovoltaikanlagen gegen die vorgezogene Reduzierung der Subventionierung für Solarstrom Sturm laufen, begrüßt die VDI-Gesellschaft Energie und Umwelt (VDI-GEU) im Verein Deutscher Ingenieure (VDI) die Maßnahme der Regierung. Die Novellierung des Erneuerbare Energien Gesetzes (EEG) sorge lediglich für eine Anpassung der EEG-Einspeisetarife an die Stromgestehungskosten, so die Gesellschaft.

Tatsache ist, dass sich die photovoltaische Stromerzeugung in den letzten Jahren sehr gut entwickeln konnte. Ende 2009 existierten in Deutschland Anlagen mit einer Gesamtleistung von 8,3 Gigawatt (GW), die im Jahr potenziell 7,1 Terrawattstunden (TWh) Energie erzeugen konnten. Weltweit waren bereits 2008 Anlagen mit zusammen mehr als 14 GW vorhanden, die in der Summe mehr als 12 TWh produzierten.

Die mit dieser Entwicklung einhergehende Nachfrage nach Photovoltaikkomponenten führte – zusammen mit einer Reihe weiterer Effekte – zu einem deutlichen Rückgang der Preise, vor allem in Deutschland, einem der global größten Märkte für Photovoltaikkomponenten. Der Preisrückgang ist deutlich stärker ausgefallen, als dies noch vor wenigen Jahren vorhersehbar war, und übersteigt deshalb die im EEG ohnehin schon vorgesehene Degression der Vergütung von 10 % pro Jahr.

Aus Sicht des VDI ist für die Entwicklung der Photovoltaik allerdings wichtig, dass auch nach der EEG-Novellierung und dem Abbau der Subvention ein weiteres Wachstum der photovoltaischen Stromerzeugung mit entsprechender Kostendegression möglich ist. Nur wenn dies sichergestellt ist – so der Verband – bestehe die Hoffnung, dass sich die Erzeugung von Solarstrom in den kommenden Jahren der Grenze zur Wirtschaftlichkeit weiter annähern kann. Parallel dazu müsse die internationale Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Photovoltaikindustrie durch weitere technische Innovationen abgesichert werden. Das Ziel müsse eine weltweite Technologieführerschaft bleiben. „Um dies zu unterstützen, müssen die entsprechenden Forschungs- und Entwicklungsanstrengungen von Industrie und öffentlicher Hand deutlich verstärkt werden“, mahnt Prof. Hermann-Josef Wagner, Vorsitzender der VDI-Gesellschaft Energie und Umwelt.

(VDI/ml)

(VDI-GEU)