Außenhandel
20,7 Prozent Exportplus im vierten Quartal 2010

Bundesstatistik
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Die deutschen Ausfuhren stiegen im vierten Quartal 2010 gegenüber dem entsprechenden Vorjahresquartal um 20,7 % auf insgesamt 256,3 Milliarden Euro. Preisbereinigt lag der Anstieg der Ausfuhren damit bei 14,7 %. Die deutschen Einfuhren sind im vierten Quartal 2010 im Vergleich zum Vorjahresquartal um 26,7 % auf 217,0 Milliarden Euro gestiegen. Preisbereinigt liegt die Zunahme der Importe damit bei 15,0 %.

Die Ausfuhren in die EU-Mitgliedstaaten nahmen im vierten Quartal 2010 gegenüber dem vierten Quartal 2009 um 18,2 % auf 154,0 Milliarden Euro zu. Dabei wuchsen die Ausfuhren in die EU-Mitgliedstaaten, die nicht zur Eurozone gehören, mit +21,5 % stärker als die Ausfuhren in die Euroländer mit einer Zunahme von 16,7 %. Vergleichsweise am stärksten stiegen jedoch die Ausfuhren in Drittstaaten (+24,8 % auf 102,4 Milliarden Euro).

Die drei wichtigsten Handelspartner innerhalb der EU waren für das Gesamtjahr 2010 Frankreich, die Niederlande und das Vereinigte Königreich. Die deutschen Exporte in diese drei EU-Staaten haben sich im vierten Quartal 2010 unterschiedlich entwickelt. Während die Ausfuhren nach Frankreich (+12,2 % auf 24,0 Milliarden Euro) und in das Vereinigte Königreich (+12,1 % auf 15,3 Milliarden Euro) gegenüber dem vierten Quartal 2009 unterdurchschnittliche Zuwächse auswiesen, sind die Ausfuhren in die Niederlande stark überdurchschnittlich angestiegen. Sie erhöhten sich um 29,9 % auf 17,2 Milliarden Euro.

Wichtigster Handelspartner außerhalb der EU waren die Vereinigten Staaten. Von Oktober bis Dezember 2010 stiegen die Exporte im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresquartal um 24,8 % auf 17,6 Milliarden Euro. Demgegenüber stiegen im gleichen Zeitraum die Exporte nach China, dem zweitgrößten Handelspartner außerhalb der EU, um 39,4 % auf 14,7 Milliarden Euro.

Auch die Ausfuhren in die anderen BRIC-Staaten (BRIC = Brasilien, Russland, Indien und China) haben sich positiv entwickelt: Die Exporte im Handel mit Indien (+9,6 % auf 2,6 Milliarden Euro) und Brasilien (+20,5 % auf 2,6 Milliarden Euro) stiegen dabei aber unterdurchschnittlich. Die Ausfuhren nach Russland lagen im vierten Quartal 2010 mit 7,5 Milliarden Euro um 32,4 % über den Exporten des gleichen Vorjahresquartals.

Bei den Einfuhren stiegen jene aus Drittstaaten stärker als die Importe aus den EU-Mitgliedstaaten. Die Einfuhren aus der EU stiegen im vierten Quartal 2010 gegenüber dem vierten Quartal 2009 um 24,5 % auf 122,9 Milliarden Euro und die Einfuhren aus Drittstaaten um 29,6 % auf 94,1 Milliarden Euro.

(Statistisches Bundesamt / ml)