Erneuerbare Energien
Jobwachstum mit kleinen Dellen

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Im Jahr 2010 arbeiteten in Deutschland im Bereich der Erneuerbaren Energien 367.400 Menschen. Das sind rund 28.000 bzw. 8 % mehr als im Jahr 2009. Das zeigt, dass mit dem Ausbau der Erneuerba­ren Energien in Deutschland eine Industrie entwickelt hat, deren be­schäftigungspolitische Bedeutung kontinuierlich zunimmt. Zu die­sem Ergebnis kommen die Energieforscher aus der Systemanalyse am DLR-Institut für Technische Thermodynamik und ihre Projekt­partner. Allerdings wuchs die Zahl der Arbeitsplätze nicht in allen Bereichen der Erneuerbaren Energien. So gab es 2010 Jobverluste bei der Solarthermie und den anderen Wärmebranchen sowie der Windenergie. Shootingstar war hingegen die Photovoltaik.

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Von den insgesamt rund 367.400 Beschäftigten arbeitet ein Drittel im Bereich der Biomasse (122.000). Diese Schätzung berücksichtigt neben den direkt und indirekt Beschäftigten im Anlagenbau auch die Beschäftigten aus Betrieb und Wartung sowie aus der Bereitstellung von Brenn- und Biokraftstoffen (Agrar- und Forstwirtschaft).

Beschäftigungsentwicklung bei Erneuerbaren Energien

Den größten Beschäftigungszuwachs erlebte die Photovoltaik-Branche (hier in den Zahlen für die Solarenergie enthalten)

Die Solarenergie trug ebenfalls mit knapp einem Drittel zur Beschäftigung bei (120.900), wobei hier deutlich zwischen der Photovoltaik und der Solarthermie unterschieden werden muss. Die Photovoltaik ist der große Profiteur der Entwicklung des Jahres 2010, was sich im deutlichen Beschäftigungszuwachs der Branche niederschlägt. Die Solarthermie hatte 2010 dagegen ebenso, wie der Rest des Wärmemarktes klare Einbußen hinzunehmen.

Im Bereich der Windenergie ging 2010 aufgrund national wie international schwacher Märkte zum ersten Mal die Zahl der Beschäftigten zurück. Die Windenergie stand mit 26 % (96.100 Beschäftigten) damit an dritter Stelle.

Die Geothermie trug mit etwa 13.300 Stellen (4 %) zur Beschäftigung bei, gefolgt von der Wasserkraft mit 7600 Stellen (2 %). Der Bereich öffentlich geförderter Forschung und Verwaltung hat an der Bruttobeschäftigung einen Anteil von etwa 2 % (7500 Beschäftigte).

Insgesamt arbeiteten von den 367.400 im Bereich der Erneuerbaren Energien Beschäftigten 359.900 in der Wirtschaft. 70 % dieser Arbeitsplätze können auf die Wirkung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) zurückgeführt werden.

Neben der Zahl der Beschäftigten lagen in Deutschland auch die Investitionen in Anlagen zur Nutzung Erneuerbarer Energien mit rund 26,6 Milliarden Euro um ein Viertel höher als im Vorjahr. Die Umsätze der in Deutschland produzierenden Unternehmen konnten um 20 % gesteigert werden.

Die genannten Zahlen entstammen einer Analyse des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Kooperation mit dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW), dem Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) und der Gesellschaft für Wirtschaftliche Strukturforschung (GWS). Untersucht wurde die Arbeitsplatzentwicklung im Bereich der Erneuerbaren Energien im Auftrag des Bundesumweltministeriums (BMU). Die Studie steht als kostenloser Download online zur Verfügung.

(DLR / ml)