Stromversorgung
Stromausfall könnte in einer Katastrophe enden

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Der Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschät­zung (TAB) des Deutschen Bundestags kommt in seinem neuesten Bericht zu dem Ergebnis, dass ein langandauernder Stromausfall in Deutschland zur nationalen Katastrophe führen könnte. Für die Folgenanalyse untersuchten die Experten die Auswirkung eines solchen Stromausfalls auf kritische Infrastrukturen. Dazu zählen unter anderem die Informationstechnik und Telekommunikation, das Transport- und Verkehrswesen sowie die Energieversorgung und das Gesundheitswesen. Dabei galt das Hauptaugenmerk vor allem dem Umfang der Vorbereitungen für eine solche Großschadenslage.

Das Fazit der Experten ist höchst beunruhigend: Sie kommen zu dem Schluss, dass aufgrund der zahlreichen elektrischen Geräte, die das tägliche Leben der Deutschen bestimmen, schon ein zweiwöchiger und mehrere Bundesländer betreffender Stromausfall einen „Kollaps der gesamten Gesellschaft“ verursachen könnte. Schon nach wenigen Tagen sei „die bedarfsgerechte Versorgung der Bevölkerung in den betroffenen Gebieten nicht mehr sicherzustellen“. Außerdem sei die öffentliche Sicherheit gefährdet und der Staat könne seiner „grundgesetzlich verankerten Schutzpflicht für Leib und Leben seiner Bürger“ nicht mehr gerecht werden, heißt es in dem Bericht.

Die Experten geben zwar zu, dass die Wahrscheinlichkeit eines solchen Stromausfalls nur gering sei. Die Wahrscheinlichkeit nehme aber aufgrund der Gefahr von terroristischen Angriffen und Extremwetterereignissen zu. In der deutschen Gesellschaft sei aber ein angemessenes Risikobewusstsein nur in Ansätzen vorhanden.

Der 136 Seiten umfassende Bericht steht per Download kostenlos zur Verfügung.

(Deutscher Bundestag / ml)