Zeitgeschichte als Trickbetrug
Nigeria-Connection greift mit Libyen an

Alte Masche – neuer Aufhänger: Dem E-Mail-Sicherheitsanbieter eleven zufolge kursieren in den letzten Monaten zunehmend betrügerische E-Mail-Kampagnen im Stil der so genannten Nigeria-Scams, die v.a. die Umstürze in der arabischen Welt als Köder nutzen. Aktuell ist Libyen der Renner.

So warnt das Unternehmen vor einem Hilferuf einer angeblichen Gaddafi-Tochter, der es gelungen sei, 36 Mio. US$ in Gold einzustecken. Dem Helfer verspricht sie 25 % davon. Eleven warnt: Sollte ein Empfänger tatsächlich auf die E-Mail reagieren, wird versucht, einen gewissen Geldbetrag von ihm als Vorschuss zu bekommen. Bei der Summe könne es sich leicht um zweistellige Tausenderbeträge handeln. Auch beim gleichfalls beliebten Hilferuf eines vermeintlich gestrandeten US-Geschäftsmanns, der einen Partner sucht, weil er diesem sein Vermögen zur sicheren Aufbewahrung anvertrauen wolle, vermutet eleven, dass bald Zahlungen, z.B. für ein Flugticket oder einen Pass, fällig werden.

Politische Ereignisse werden immer wieder zum Anlass für Spam-Attacken genommen. Neben Scam– und Phishing-E-Mails werden laut eleven ebenfalls verstärkt Viren und Trojaner mit Bezug zum jeweiligen Event versendet. Mit welchen Aufhängern an welchen Tagen zu rechnen ist bzw. welche Ereignisse in der Vergangenheit zu einem erhöhten Spam-Volumen geführt haben, listet eleven auf www.spam-kalender.de (Quelle: eleven/sp).