Wirtschaftsindikator 3/2011
Euro-Schulden-Krise belastet Konjunktur

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Das Wirtschaftswachstum der deutschen Wirtschaft flacht ab. Das zeigt der Creditreform Wirtschaftsindikator, der saisonbereinigt auf 12,3 Punkte gesunken ist. Schuld daran sind die Schulden-Krise und die schwachen Konjunkturaussichten in Europa und den USA. Die Experten der Creditreform halten die deutsche Wirtschaft aber für ausreichend stabil, um auch in den kommenden Monaten noch deutlich wachsen zu können. Die optimistischen Geschäftserwar­tungen der Unternehmen stützen dies, der entsprechende Indikator liegt mit 38,6 Punkten (Vorquartal: 40,7 Punkte) weiterhin auf einem sehr hohen Niveau. Zurückhaltung offenbaren die Unterneh­men aber in ihren Investitionsabsichten.

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Der Anteil der Unternehmen, die ein Investitionsvorhaben planen, liegt bei knapp 46 % und damit nur im Bereich des langjährigen Mittelwertes. Die Mehrzahl dieser Unternehmen will aber die Kapazitäten erweitern.

Der Aufschwung hat die meisten Unternehmen gestärkt. Laut Creditreform hat sich das mittels des Creditreform Risikoindikators (CRI) gemessene Insolvenzrisiko nochmals verringert. Derzeit kommen auf 10.000 wirtschaftsaktive Unternehmen 221 Firmen, die zumindest ein Negativmerkmal aufweisen, etwa erhebliche Zahlungsverzögerungen oder einen Insolvenzantrag. Besser wird auch das Zahlungsverhalten der Unternehmen beurteilt. In den zurückliegenden Monaten verringerte sich der durchschnittliche Zahlungsverzug auf 12,62 Tage. Der mittlere Bonitätsindex blieb bei 263 Punkten.

Motor des Wachstums sind weiterhin die Wirtschaftszweige des Verarbeitenden Gewerbes, vor allem Chemie, Metall- und Elektro. Am unteren Ende rangieren Transport und Logistik. Negativ entwickelten sich die konsumnahen Bereiche des Dienstleistungssektors, aber auch der Einzelhandel. Dagegen stieg der Branchenindex des Baugewerbes kräftig und verdoppelte nahezu seinen Wert.

Der Quartalsbericht steht per Download kostenfrei im Internet bereit.

(Creditreform / ml)