CeBIT 2012
Hightech macht sich auf den Acker

Fraunhofer Landwirtschafts-App
Erntehelfer bekommen ihre Anweisungen jetzt per Smartphone-App

Künftig sollen Smartphones auch auf Äckern und Feldern zum Einsatz kommen, um Landwirten und Lohnunternehmern die Arbeit zu erleichtern. Dazu entwickelte das Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering IESE in Kaiserslautern eine entsprechende App. Den Prototypen dazu stellen die Forscher auf der CeBIT 2012 in Halle 9, Stand E08 vor. Ferner wollen die Wissenschaftler eine mobile Anwendung zur Abrechung von Dienstreisen präsentieren.

Der Vorteil der Landwirtschafts-App: Anweisungen, die Landwirte oder Dienstleister auf einem PC oder Tablet eingeben und an die Arbeiter auf dem Feld schicken, lassen sich jederzeit an die aktuelle Situation anpassen. Bislang erhalten die Arbeiter ihre Aufträge meist auf Zetteln. Und diese „Zettelwirtschaft“ ist nicht unbedingt übersichtlich, denn je nach Größe des Betriebs arbeitet ein Helfer täglich auf bis zu zehn Feldern. Ändert sich kurzfristig der Plan, ruft der Landwirt die Arbeiter auf dem Handy an. Zudem sollen mit der App die Angestellten ihre Arbeit besser dokumentieren können (wann sie z.B. auf welchem Feld mit welcher Aufgabe begonnen haben) und angeben, wo und warum es zu Verzögerungen kam. Unterstützt wurden die Fraunhofer-Forscher bei der Entwicklung vom strategischen Partner John Deere.

Eine weitere neue App, die die Wissenschaftler auf der CeBIT 2012 der Fachwelt vorstellen werden, soll die Abrechnung von Dienstreisen erleichtern. Kommt der Reisende am Dienstort an, reiche ein Touch auf der App, und das Smartphone speichert Datum, Uhrzeit und Ort – und ordne diese Daten der entsprechenden Dienstreise zu. Künftig soll das noch weiter automatisiert werden: Über den Dienstreiseantrag kenne die App dann bereits das angestrebte Ziel. Die Ankunft werde über GPS registriert. Und fotografiere der Nutzer Quittungen, so ordne die App die Fotos automatisch zu. (Quelle: Fraunhofer IESE/hw)