Mobilität
Das Auto der Zukunft ist mobiles Endgerät

Über die Fortbewegungsmittel der Zukunft wird derzeit viel spekuliert: Sie sollen sparsam im Verbrauch sein, sie werden intelligent sein und sie sollen mithilfe von Sensoren Unfälle vermeiden helfen. Und natürlich werden sie auch stets online sein. Damit ist es kein Problem mehr, wenn man seinen Lieblingssender nicht via Antenne empfangen kann. Es wird gestreamt.

Auf der CeBIT 2012 war von den EO smart connecting cars bereits das Muster eines solchen intelligenten E-Fahrzeugs zu sehen. Timo Birnstein, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI), erwartet, dass Autos künftig viel mehr können als beschleunigen, bremsen und fahren:

„Was wir jetzt hier haben, ist ein System, mit dem ich vorne und hinten unabhängig voneinander lenken kann. Außerdem lassen sich die Höhe des Fahrzeugs einstellen und der Radstand modifizieren. Das Fahrzeug lässt sich von zwei Meter zwanzig auf einen Meter sechzig verkürzen, und die Räder lassen sich so stellen, dass ich mich im Kreis drehen kann. Dadurch kann ich vorwärts in eine Parklücke reinfahren, innerhalb der Parklücke wenden und vorwärts wieder herausfahren.“

Auch die etablierten Hersteller wie Audi denken schon weit in die Zukunft. Im neuen A3 gibt es ein integriertes Touchpad – mit Connect-Funktion. „Dahinter versteckt sich ein ganzes Bündel an Funktionen“, erklärt Mathias Halliger, Leiter Architektur MMI Systeme Audi AG erklärt. „Besonderes Highlight ist die Google-Earth-Einbindung.“ Dadurch ist das Straßennetz zu sehen, die Routenführung wird ermöglicht und parallel dazu werden auch die Daten von Google Street View ins fahrende Auto gestreamt.

Bis vor kurzem war das kaum vorstellbar, doch jetzt sind auch die Autohersteller auf der CeBIT in Hannover vertreten und diskutieren auf dem automotiveDAY über die Chancen von IT-Lösungen im Kfz. (mtx)