Fraunhofer EMFT
Mikropumpe dosiert kleinste Flüssigkeitsmengen

Hochdruck­mikro­pumpen­chip des Fraunhofer EMFT
Hochdruck­mikro­pumpen­chip des Fraun­hofer EMFT

Die hochgenaue Dosierung kleinster Mengen von Flüssigkeit soll eine neue Mikropumpe ermöglichen, die an der Fraunhofer-Einrichtung für modulare Festkörper-Technologien EMFT entwickelt wurde. Sie soll Gegendrücke erreichen, die auch mit größeren Mikropumpen bislang unerreicht sind.

Das neue Hochdruckmikropumpensystem aus Silizium ermöglicht den Entwicklern zufolge die robuste, von Störgrößen unabhängige und präzise Dosierung kleinster Mengen an Flüssigkeiten oder Gasen. Ihre Baugröße entspreche der Größe eines Zuckerwürfels. Das Hubvolumen dieser Mikropumpe betrage winzige 80 Nanoliter – etwa ein Fünfhundertstel eines Wassertropfens.

Dies erlaube feinste Dosierungen, z.B. bei Medikamenten oder Schmieröl. Durch die hohe Gegendruckfähigkeit nehme das Hubvolumen bei einem Gegendruck von 0,1 bar um weniger als 1,5 % ab. Das mache die Pumpe somit im kleinen Druckbereich annähernd druckunabhängig. Eine Spezialdichtung am Pumpenchip diene als Sicherheitsventil, das selbst bei sehr hohen auftretenden Überdrücken schließe. Dies sei auch wichtig bei der Dosierung von Schmierstoffen und Brennstoff, wie bei Direkt-Methanolbrennstoffzellen. Eine speziell entwickelte Ansteuerelektronik mit geringem Energieverbrauch runde die Funktionalität ab. (Quelle:Fraunhofer EMFT/hw)