EnviThan-Biogasanlage
Hohlfasermembranen schaffen hochreines Biomethan

EnviThan-Gasaufbereitung mit Membrantechnologie, © EnviTec Biogas AG
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Im Gewerbegebiet in Köckte in Sachsen-Anhalt entsteht derzeit eine Biogas­aufbereitungs­anlage mit Hohlfaser­membranen. Sie soll über eine Kapazität von 349 Normkubikmetern verfügen. Als Einsatzstoffe der Anlage, die in unmittelbarer Nachbarschaft zu einem landwirtschaftlichen Betrieb gebaut wird, dienen Rindergülle, Maissilage und Ganzpflanzensilage.

Betreiber der Anlage wird die Bioenergie Köckte GmbH & Co. KG sein. Das zukünftig erzeugte Biomethan wird über eine 1-bar-Leitung in das E.ON-Avacon-Netz eingespeist und von EnviTec Energy, einem Tochterunternehmen der EnviTec Biogas AG, übernommen. Für das neue Verfahren, das der deutsche Bauernverband mit dem diesjährigen Biogas-Innovationspreis ausgezeichnet hat, stattet EnviTec seine Aufbereitungsanlagen seit Anfang 2012 mit Membranmodulen von Evonik Industries aus.

Detailaufnahme eines Hohlfasermembranmoduls, © Evonik Industries AG
Detailaufnahme eines Sepuran-Hohl­faser­membran­moduls

„Diese Hohlfasermembranen reinigen das in Biogasanlagen erzeugte Rohbiogas auf mehr als 98 % Gehalt besonders effizient“, erklärt Jürgen Tenbrink, Technikvorstand der EnviTec Biogas AG. So entstehe hochreines Biomethan, das direkt in das Erdgasnetz eingespeist werden könne.

Biogasanlagenbetreiber wie die Bioenergie Köckte profitieren mit der neuen Technologie von den Vorteilen, die das novellierte Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) für aufbereitetes Biogas vorsieht. Mit dem neuen EEG erhalten z.B. Betreiber von Blockheizkraftwerken (BHKW), die aufbereitetes Biogas nutzen, einen erhöhten Gasaufbereitungsbonus auf die Stromvergütung. „Das macht natürlich den Markt für Bioerdgas neben den wahrscheinlich steigenden Erdgaspreisen auch für Biogasanlagenbetreiber attraktiver“, so Jürgen Tenbrink. (Quelle EnviTec/hw)