Europäisches Architektenbarometer Q2/2012
Deutschland baut auf, Italien bricht ein

Dem Q2/2012-Bericht zum europäischen Architektenbarometer von BauInfoConsult zufolge konnte einer von zehn britischen Architekten im zweiten Quartal 2012 einen Auftragsanstieg von 5 % oder mehr verbuchen. Damit sei der Anteil der Architekten, die mehr als 5 % Auftragszuwachs melden konnten, seiten einem Jahr zum ersten Mal wieder gewachsen. Auch aus Deutschland gibt es Positives zu vermelden – anders als aus den anderen der vier untersuchten Länder.

Nach Angaben von BauInfoConsulteit berichten deutsche Architekten seit 2010 von Umsatzzunahmen; hoch ist vor allem der Anteil, der keine Veränderungen in den Auftragsbüchern (56 %) und Umsätzen (72 %) feststellen kann. Dennoch gibt es erste Anzeichen, die auf weniger gute Entwicklungen schließen lassen: Die deutschen Architekten beschäftigten im Q2/2012 weniger Mitarbeiter (7,4 Vollzeitmitarbeiter) als im Vorquartal und seien auch mit weniger Projekten pro Mitarbeiter beschäftigt (2,2) als im ersten Quartal (2,5). Insgesamt ist der Befund damit nicht ganz so gut wie in früheren Erhebungen prognostiziert.

In Spanien und Italien hingegen setzt sich laut BauInfoConsult die stark negative Entwicklung fort. Seit Beginn des europäischen Architektenbarometers (Q1/2009) berichteten beide Länder mit betrüblicher Regelmäßigkeit von sinkenden Umsatz- und Auftragszahlen. Die Frage, ob sie in den nächsten zwölf Monaten mit leeren Auftragsbüchern rechnen, hätten 29 % der italienischen und 43 % der spanischen Architekten bejaht.

Festzustellen ist außerdem, dass sich nach einer Periode der Stabilität die Marktsituation auch in Frankreich und in den Niederlanden wieder verschlechtert hat: Ein Viertel der französischen Architekten befürchtet leere Auftragsbücher, bei den holländischen Kollegen seien es 31 % gewesen. (Quelle: BauInfoConsult/sp)

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