CeBIT 2013
Augmented Reality unterstützt Fertigungsprozesse

Bei der industriellen Fertigung und komplexen Arbeitsprozessen unterstützen elektronische Helfer ihre „menschlichen“ Kollegen. Am Arbeitsplatz von morgen wird der Mensch mithilfe von Augmented Reality – der „angereicherten Wirklichkeit“ – durch komplexe Fertigungsprozesse geleitet.

Das System basiert auf einer App, die einzelne Arbeitsschritte durch die Einblendung von 3D-Animationen erklärt. Voraussetzung dafür ist, dass Maschinen und Produkte miteinander vernetzt sind und ein ständiger Informationsaustausch über den Produktionsstatus stattfindet. Jürgen Powik von der Software AG:

„Wenn der Smart-Operator die richtigen Daten zur richtigen Zeit am richtigen Ort zur Verfügung hat, dann ist es im Grunde ein Training on the Job mit Know-how in real time. D.h. der Operator kann sich an ein, für ihn komplett unbekanntes Terrain heranbewegen und macht genau die richtigen Schritte zur richtigen Zeit.“

Eine auf der diesjährigen CeBIT gezeigte 1,70 m große Roboterdame namens AILA benötigt noch weniger humanoide Unterstützung. Im Gegenteil: Ihre menschenähnlichen Hände und eine spezielle Software qualifizieren sie für ein Zukunftsszenario auf der internationalen Raumstation ISS.

AILA legt Hebel am Armaturenbrett um und aktiviert Knöpfe, um z.B. Bordsysteme anzuschalten. So könnte sie spontan und eigenständig Astronauten unterstützen oder in gefährlichen Situationen ersetzen, sagt Dr. Thomas Vögele vom Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH (DFKI):

„Der normale Industrieroboter, wie Sie ihn z.B. in der Autoindustrie sehen, ist fest auf dem Boden angeschraubt, d.h. jede Bewegung des Roboters ist genau vorprogrammiert, und er kann sehr schnell und exakt arbeiten, aber er ist nur begrenzt flexibel. Dieser Roboter hier kann sich im Raum frei bewegen und sich daran anpassen.“

Damit der Robotik nicht der Nachwuchs ausgeht, hatten Besucher auf der CeBIT 2013 die Möglichkeit, selbst zum Ingenieur zu werden. In einem Workshop wurden interaktive CeBOTs konstruiert. Die Miniroboter werden per Sound gesteuert, der von mobilen Geräten wie Tablets oder Smartphones eingespielt wird. (Quelle: m4-tv/mtx)