Motion, Drive & Automation
Antriebs- und Fluidtechnik zeigt aktuelle Forschung

Motion, Drive & Automation heißt die deutsche Leitmesse für Antriebs- und Fluidtechnik. Sie findet auf der diesjährigen Hannover Messe (8.–12. April 2013) teilweise in den Hallen 15, 16 und 17 statt, wo auch die Industrial Automation angesiedelt ist. Das ist kein Zufall. Die Hannover Messe ist sich dessen bewusst, dass die Grenzen zwischen MDA und Automation fließend sind. Denn immer mehr Hersteller von Antriebs- und Fluidkomponenten haben sich bereits zu Komplettanbietern von Systemen und Lösungen weiterentwickelt oder zusammengeschlossen.

Dabei ist die „Fabrik 4.0“ durch die fortschreitende Digitalisierung, Automatisierung und durch eine stärkere Vernetzung der einzelnen Komponenten bereits heute zumindest in Ansätzen schon realisiert. Der Vorteil intelligenter Systeme liegt nicht zuletzt darin begründet, dass das Unternehmen Fehler und Verschleiß schneller identifizieren kann. Ein wichtiges Themengebiet stellen in diesem Kontext Condition-Monitoring-Systeme dar. Sie übernehmen die Zustandsüberwachung der Maschinen in Echtzeit, sorgen zuverlässig für Effizienz, Sicherheit und Transparenz. Auf der Motion, Drive & Automation findet man solche Lösungen im Verein mit Systemsimulationen und Dienstleistungen, etwa für die Produktentwicklung. Zahlreiche Unternehmen haben für diesen Bereich bereits Premieren angekündigt.

Daneben sind Institute und Hochschulen stark vertreten. So wird das Institut für Maschinenelemente und Maschinenkonstruktion der TU Dresden als Partner am Stand des Bochumer Software- und Beratungshauses MDESIGN vertreten sein. Das Team um Prof. Dr.-Ing. Schlecht informiert u.a. über ein aktuelles Forschungsvorhaben, welches das Ziel verfolgt, die Diagnosetechnik zu miniaturisieren. In der Praxis will man damit auch kleinere standardisierte Industriegetriebe mit einem kostengünstigen Diagnosesystem ausstatten.

Das Institut für fluidtechnische Antriebe und Steuerungen (IFAS) an der RWTH Aachen, das u.a. Unternehmensberatung für Research & Technology anbietet, ist auf einem Gemeinschaftsstand mit dem Entwicklungsbüro für Fluidtechnik und der FLUIDON GmbH präsent. Zusammen stellen die Partner ihre Entwicklungsdienstleistungen in der Fluidtechnik vor, die Grundlagenforschung ebenso wie Simulationskonzepte oder Produktentwicklung und Produktoptimierung.

Zentrum der themenbezogenen Live-Veranstaltungen wird das MDA Forum sein. Die vom VDMA organisierte Vortragsplattform in Halle 24 am Stand B22 beleuchtet das Leitthema „Integrated Industry“ aus MDA-Perspektive. Das Themenspektrum der z.T. hochkarätigen Sprecher reicht von energieeffizienter Automatisierungstechnik über Zustandsüberwachung und Dichtungskonzepte bis zu innovativer Getriebetechnik für Windanlagen. (Quelle: Hannover Messe/sp)