Arbeitsschutz und Gesundheit
Was in sechs Sekunden vor Rauchgas schützt

Statistiker registrieren in Deutschland immer weniger Arbeitsunfälle. Damit dies so bleibt, hat sich um die berufliche Absicherung vor Unfällen und die Bewahrung der Gesundheit mittlerweile eine ganze Industrie gebildet: gerades Sitzen, Schutzkleidung, Absturzsicherung, Brandbekämpfung oder Fluchthauben, die – sekundenschnell aufgesetzt – gegen Rauch und Gase schützen und so die Entfernung aus Gefahrensituationen sichern.

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Geübte schaffen es, die Fluchthaube in weniger als 6 Sekunden aufzusetzen. Dann schützt sie ca. 15 Minuten vor Rauchgasen oder anderen Gefahrenstoffen und sichert die Flucht vor Feuer oder Chemikalien – ein großes Sicherheitsplus an so manchem Arbeitsplatz. „Es gibt drei verschiedene Varianten“, sagt Stefan Denker von Dräger. „Es gibt die Variante für Brandgase, um im Brandfall in einem Industriebetrieb oder in einem Bürotrakt oder im Krankenhaus den Bereich sicher verlassen zu können. Dann gibt es eine Industrievariante, die eben vor den gängigsten Gasen, Ammoniak, Chlor und Lösungsmitteln in der Industrie schützt, und es gibt die Kombination aus beidem.“

Ein anderes Beispiel: die Spielzeugwaschmaschine, die in Kindergärten, Kinderkliniken oder vergleichbaren Einrichtungen Spielzeuge desinfizieren und vor allem auch wieder trocknen kann. Plastikspielzeug ist schließlich nicht nur bunt, sondern oft nicht gerade ungefährlich. Sandra Winter von ORG-DELTA erläutert:

„Gerade bei kleinen Kindern oder bei Kindern im Kindergarten, die nehmen Spielzeug eben viel in den Mund, und da ist einfach die Idee, dass man nicht nur einmal im Jahr das Spielzeug waschen kann, sondern einfach auch regelmäßig, das heißt bei großen Einrichtungen: jeden Tag. Das Gerät macht das alles von alleine, und man hat eben die Möglichkeit, vom Teddybären bis zum Duplo-Stein alles zu waschen.“

So lässt sich in praktisch allen Bereichen der Arbeitswelt die Sicherheit erhöhen. Mit neuen Materialien, besseren Schulungen oder gleich ganz neuen Lösungen. Auch deshalb registrierte die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung im ersten Halbjahr 2013 mit knapp 436.000 meldepflichtigen Arbeitsunfällen erneut weniger als im Vergleichszeitraum. (Quelle: m4-tv/mtx)