Cloud Computing
Die beliebtesten Cloud-Dienste sind Groupware

© Florian Strohmaier, MittelstandsWiki

Die Nutzung von Cloud-Diensten in deutschen Firmen nimmt weiter zu: 2014 haben rund 44 % der Unternehmen Cloud Computing eingesetzt.

Das sind 4 % mehr als im Jahr zuvor, wie aus der BITKOM-Umfrage, die als Cloud Monitor 2015 veröffentlicht wurde, hervorgeht. Weitere 24 % planen oder diskutieren den Einsatz. Rund ein Drittel der befragten Firmen, nämlich 32 %, gab allerdings an, dass die Nutzung von Cloud-Diensten derzeit kein Thema sei.

Cloud-Vorreiter sind die großen Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern. 70 % von ihnen erklärten, dass sie bereits mit Cloud-Technologien arbeiten. Bei Betrieben mit 100 bis 499 Beschäftigten waren es 52 %, unter den kleineren Firmen mit 20 bis 99 Mitarbeitern 41 %.

Betrachtet man die eingesetzte Architektur, so erfreut sich die Private Cloud der größten Beliebtheit: 39 % stellen Cloud-Dienste über das interne Netzwerk bereit. Public-Cloud-Dienste nutzen dagegen lediglich 16 %. Dieses Verhältnis wird sich in Zukunft vermutlich noch weiter in Richtung der privaten Cloud verschieben, da 29 % den Aufbau einer entsprechenden Infrastruktur planen, während lediglich 8 % allgemein zugängliche Services nutzen möchten.

Die am häufigsten genutzten Anwendungen in Private Clouds lassen sich dem Bereich der Groupware zuordnen. 36 % der Unternehmen stellen auf diese Weise E-Mail-, Messenger- und/oder Terminplaner-Services bereit. Den zweiten Platz teilen sich mit jeweils 29 % ERP- und Telefonie-Systeme. Dahinter folgen Programme für die Teamarbeit (24 %) und Office-Systeme (21 %). In Public Clouds ist ebenfalls die Groupware am beliebtesten (46 %), auf den folgenden Plätzen liegen jedoch Anwendungen für das Kundenmanagement (36 %) und die Security (23 %).

Bedenken haben die Unternehmen vor allem bei der Cloud-Sicherheit. 60 % befürchten einen unberechtigten Zugriff auf die Daten, 49 % sogar einen Datenverlust. Für 40 % wären diese Unsicherheiten sogar ein Grund, auf Cloud Computing zu verzichten. (Quelle: BITKOM/rf)