Düsseldorf
Wo es einen Terminator in Aktion zu sehen gibt

Die großen Messen der Metallbranche finden nur alle vier Jahre in Düsseldorf statt. Daher ist es kein Wunder, dass die Unternehmen bei jeder neuen Ausgabe von GIFA, METEC, THERMPROCESS und NEWCAST eine riesige Menge Neuigkeiten zu präsentieren haben. Dieses Mal sind die Metaller mit besonderen Innovationen nach Düsseldorf gekommen, die mehr aushalten als je zuvor und zugleich die Umwelt schonen.

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Beispielsweise mit einem Riesenofen zur Metallschmelze, der 50 t wiegt. Er ist das mit Abstand größte und schwerste Ausstellungsstück der GIFA. Ein Ungetüm von einem Ofen. Aber eines, das weniger Energie benötigt als seine kleineren Vorgänger, sagt Till Schreiter von ABP Induction:


„Alleine in den letzten zwei Generationen haben wir bis zu 5 % eingespart. Es gibt Techniken im induktiven Spulendesign, von denen wir uns eine Einsparung von weiteren 5 % erhoffen.“

Umweltschutz durch Material- und Energieeinsparungen heißt das wichtigste Thema der Metallmessen. Erstmals haben Besucher bei den EcoMetals-Trails die Gelegenheit, sich ganz gezielt nur Stände mit besonderer Umweltrelevanz anzusehen. So wie die Kernschussmaschine von ASK Chemicals. Auf der Messe formt sie aus Spezialsand kleine Rennwagen. Im Industrieeinsatz stellt sie komplexe Gussformelemente her. Solche Elemente werden z.B. zur Herstellung von Motorblöcken gebraucht, die hohe Drehzahlen bei kleinem Hubraum aushalten – ein Muss, wenn der Spritverbrauch gesenkt werden soll. Dazu Jens Müller, Entwicklungsleiter bei ASK Chemicals:

„Dieses System führt dazu, dass im Gießprozess in bestimmten Bereichen gekühlt werden kann, sodass das Aluminium schneller erstarrt, was zu höheren Festigkeiten des Bauteils führt und Motoren widerstandsfähiger sind.“

Die Bauteile werden fester, doch der Mensch bleibt wie er ist und braucht Schutz vor giftigen Chemikalien am Arbeitsplatz. Da kommt der Terminator ins Spiel. In der Nasszelle ist er immun gegen Feuchtigkeit und so gut wie alle Schadstoffe. In der Automobilherstellung arbeitet er da, wo es kein Mensch aushalten würde. Wolfgang Bildl von KUKA Roboter erklärt:

„Was ihn auszeichnet ist vor allem diese Säurebeständigkeit und die Beständigkeit gegen Reinigungsmittel aller Art.“

Ob die Messebesucher auch nur annährend so hart sind wie der Mini-Terminator, können sie ein paar Meter weiter selbst herausfinden. Der Robocoaster ist ein zum Extremkarussell umgewandelter Industrieroboter und zeigt jedem, der sich traut, wie sehr oder wie wenig schwindelfrei man ist. (Quelle: m4-tv.com/MTX)