E-Government
Nur jeder zweite Bürger macht Behördengänge online

E-Government, © Andrey Popov – Fotolia

Was die Nutzung von E-Government-Angeboten betrifft, liegt Deutschland im europäischen Vergleich nur auf einem mittleren Platz: Während in Dänemark – in dieser Hinsicht Spitzenreiter – rund 84 % der Bürger das Internet nutzen, um mit Behörden zu kommunizieren, waren es in Deutschland im vergangenen Jahr gerade einmal 53 % – nur vier Prozentpunkte mehr als im Jahr zuvor. Das zeigen Daten der europäischen Statistikbehörde Eurostat.

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Dr. Bernhard Rohleder, Hauptgeschäftsführer des Digitalverbands BITKOM, sieht einen wesentlichen Grund im Mangel an Information über die gebotenen Möglichkeiten. Er kritisiert auch, dass viele Behördenangebote den digitalen Möglichkeiten nicht gerecht werden: „Auch bei Anträgen, für die der Gesetzgeber keine Unterschrift fordert, sehen die Formulare immer noch ein Unterschriftenfeld vor und erschweren so die komplett elektronische Antragstellung und -bearbeitung. Das passt nicht mehr in unsere Welt.“ (Quelle: BITKOM/db)