Wasserstoffantrieb
Rasa fährt mit Brennstoffzellen und offener Technik

Offene Motortechnik, © Natalia Merzlyakova – Fotolia

Die walisische Firma Riversimple hat den Rasa vorgestellt, einen zweisitzigen Wagen mit Brennstoffzellenantrieb. Die mit Wasserstoff betankte Brennstoffzelle lädt Superkondensatoren auf, die wiederum die Energie für vier Elektroradnabenmotoren liefern.

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Der Kleinwagen soll mit 1,5 kg Wasserstoff 480 km weit kommen, wofür die Konstrukteure konsequent auf Leichtbauweise und eine möglichst effiziente Energieverwertung gesetzt haben. Der Zweisitzer mit Flügeltüren wiegt leer nur rund 580 kg, die beim Bremsen entstehende kinetische Energie wird zu 50 % in Elektrizität umgewandelt und an die Superkondensatoren weitergegeben. Mit einer Leistung von 8,5 kW (11,5 PS) soll der Rasa auf eine Spitzengeschwindigkeit von 100 km/h kommen.

Riversimple will sowohl die Technik als auch die verwendeten Komponenten des Wagens offenlegen, um ähnliche Fahrzeugkonzepte dieser Art zu fördern. Die Firma will zunächst 20 Prototypen bauen, eine Kleinserienproduktion soll dann ab 2018 beginnen. Interessenten können die Wagen allerdings nicht kaufen, sondern lediglich leasen. Der Hersteller übernimmt während dieser Zeit sämtliche Reparaturen, Versicherungen, Treibstoffkosten und andere Serviceleistungen.

Gegenüber Elektroautos mit Akkutechnik haben Brennstoffzellen den Vorteil, dass sie keine langen Ladezeiten erfordern. Allerdings sind Wasserstofftankstellen noch die absolute Ausnahme. Riversimple will daher gemeinsam mit Partnern ein Netz mit lokalen Wasserstoffstationen aufbauen. (Quelle: Riversimple/rf)