glasstec 2016
Ultra­dünnes 50-μm-Glas ist bruchfest und biegsam

Der Hersteller Schott bringt ein neues Glas auf den Markt, das dünner ist als ein Haar. Dieses Ultra-Thin Glass könnte schon in wenigen Monaten die Leistungs­fähigkeit von Smartphones erheblich voran­treiben. Schließlich ermöglicht Glas eine besonders schnelle Daten­übertragung und benötigt dabei weniger Strom als andere Materialien.

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„Glück und Glas, wie leicht bricht das!“ Diese Weisheit könnte schon bald der Vergangenheit angehören. Denn Schott hat ein ultradünnes Glas entwickelt, das zugleich so biegsam ist, dass es sich ums Handgelenk wickeln lässt: Nur 50 μm ist es stark – dünner als ein einzelnes Menschenhaar also, und trotzdem hält es dem Biegetest stand. Dr. Rüdiger Sprengard, Director New Business Field Ultra-Thin Glass, Schott AG, erklärt das so:

„Glas bricht immer dann, wenn es einen Kratzer hat. Die theoretische Festigkeit von Glas ist unglaublich hoch. Die praktische Festigkeit ist deutlich geringer, wenn Sie einen Kratzer darin erzeugen oder wenn die Kante einen Schaden hat. Das heißt: Unser Geheimnis ist, eine nahezu perfekte Kante zu erzeugen und die Kratzer, die im Gebrauch an die Oberfläche kommen, unwirksam zu machen.“

Vor allem in der Elektronik und Halbleiterindustrie soll das ultradünne Schott-Glas verwendet werden, zum Beispiel bei Smartphones, die immer flacher werden, und bei Mikrobatterien für das Internet der Dinge. Dort ist ein hochtemperaturstabiles, elektrisch isolierendes Material wie Glas ideal.

Noch mehr Erstaunliches aus der Glaswelt gibt es auf der glasstec zu bestaunen, die heute in Düsseldorf eröffnet hat und noch bis 23. September 2016 läuft. (Quelle: m4-tv.com/mtx)