SoC Debugging
Die PLS-UDE 5.0 stellt sich auf vir­tuali­sier­te An­wen­dungen ein

© pls Programmierbare Logik & Systeme GmbH

Auf der embedded world (26.–28. Februar 2019) in Nürn­berg wird die PLS Pro­gram­mier­bare Logik & Systeme GmbH erst­mals die kräf­tig aus­ge­bau­te Ver­sion 5.0 ihrer Uni­ver­sal Debug Engine vor­stellen. Sie un­ter­stützt jetzt vir­tuali­sier­te Sys­teme, u.a. unter dem Lynx­Secure-Hyper­visor für die ARM-Cortex-A53-Plattform.

Das Unternehmen PLS aus Lauta in der Lausitz gehört zu den wichtigsten Anbietern von Software-Debugging-Lösungen und Entwicklungswerkzeugen für 16-/32-/64-Bit-Mikrocontroller aller Art (AMCC, Infineon, Marvel/Intel, NXP, Renesas, STMicroelectronics etc. sowie ARM- und Cortex-Controller). Weil die Entwicklung auch bei SoC-Systemen (System on a Chip) Richtung Virtualisierung geht, hat PLS seiner UDE 5.0 eine Fähigkeit gegeben, die sich „Hypervisor Awareness“ nennt und Entwicklern umfangreiche Debug-Optionen auch für virtualisierte Applikationen an die Hand gibt. So werden Eigenheiten etwa des ARM Cortex-A53 wie die zweistufige Adressumrechnung oder die Unterstützung von Interrupt-Virtualisierung für den Anwender transparent behandelt. Im Ergebnis sollen Entwickler jede Anwendung „wie gewohnt“ debuggen können – so als laufe sie statt auf einer virtuellen Maschine (VM) auf echter Hardware.

Unterstützung und mehr Transparenz bietet die UDE 5.0 ebenso beim Debugging und der Systemanalyse des Hypervisors selbst, sie kann mit großen Mengen an Trace-Daten besser umgehen und kommt mit Echtzeitbetriebssystemen klar. Core-lokale Variablen werden in der Übersicht farblich hervorgehoben. An Mikrocontrollern sind unter anderem der Cortex-R52 (32 Bit) von ARM und der Cortex-M-Mikrocontroller NETX 90 neu hinzugekommen, dedizierten Debug-Support bietet die UDE 5.0 darüber hinaus auch für die neuen Power-Architecture-basierten Bausteine SPC58NH92x aus der Chorus-Familie von STMicroelectronics sowie die Dual-Cores MPC5775B und MPC5775E von NXP. Die Debug-Funktionen für 64-Bit-Architekturen, etwa für den ARM-Cortex-A53, wurden weiter ausgebaut.

PLS betont, dass insbesondere die Mikrocontroller der TC3xxx-Palette von Infineon von den erweiterten Debug- und Trace-Funktionen der UDE 5.0 profitieren: Um den speziellen Anforderungen von Fail-Safe- bzw. Fail-Operational-Systemen gerecht zu werden, die mit zwei Controllern der Aurix-Familie eine Redundanz der Steuer-Controller sicherstellen, steht für die Target-Kommunikation mit dem Universal Access Device 3+ (UAD3+) ein spezieller, von PLS entwickelter Multi-Aurix-Adapter zu Verfügung. Zusammen mit der UDE 5.0 ermöglicht er sowohl ein synchrones Stop-Mode-Debugging – Break, Single-Step-Betrieb und Wiederloslaufen – als auch ein synchrones Anhalten der Peripherieeinheiten beider Controller, die über zwei separate Debug-Interfaces angesprochen werden.

Zu finden ist PLS auf der embedded world in Halle 4 am Stand 310. Als Sponsor fördert das Unternehmen außerdem den Student Day (28. Februar, 9–17:30 Uhr), wenn sich über 1000 Studenten aus ganz Europa in Nürnberg treffen und freien Zugang zur Messe bekommen; eine Programmübersicht liegt bereits vor, die Automotive-Keynote („Maps as Collective Brains for Vehicle Automation“) hält Prof. Ralf G. Herrtwich von der TU Berlin.