De-Banking
Finanzinstituten fehlt der Draht zu inno­vativen Digital­unternehmen

© ibi Research

Unternehmen suchen mitunter ver­geblich nach Investoren und Finanzierungs­modellen für digitale Projekte. Das ist das Er­gebnis einer Befragung unter Finanz­experten, Finanz­dienstleistern und Beratungs­unternehmen.

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Viele Unternehmen tun sich schwer, für effizientere und nachhaltigere Technologien die passenden Investoren zu finden. Das belegt der Report „Finanzierungsmodelle im Kontext der Thematik Industrie 4.0“ von ibi Research an der Universität Regensburg. Die Untersuchung zeigt, dass Banken und Finanzdienstleister ihre Angebote in den letzten fünf Jahren kaum verändert haben. Bei den Unternehmen macht die Studie einen großen Bedarf an Banking-as-a-Service-Leistungen aus. Vor allem Fintech-Unternehmen werden in absehbarer Zeit in diese Lücke stoßen, prognostizieren die Ersteller des Reports. Sie warnen traditionelle Finanzinstitute vor einem Trend, den sie als „De-Banking“ bezeichnen – die Entfremdung der Unternehmen von diesen Finanzinstituten.

Den Trend bestätigt indirekt auch das Startup-Barometer 2019 des Beratungsunternehmens Ey. Es sieht zwar insbesondere Start-ups in der glücklichen Situation, Finanzierungen in Milliardenhöhe einzufahren. 704 Millionen der im ersten Halbjahr 2019 insgesamt eingesammelten 2,8 Milliarden Euro gingen an junge Unternehmen aus der Fintech- bzw. Insurtech-Branche, die künftig den klassischen Banken einen Teil ihres Geschäfts abnehmen könnten.