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IT-Transformation: Gen AI erfordert neue CIO-Rolle

Fast drei Viertel der deutschen Unternehmen erzielen mit generativer KI noch keinen messbaren Nutzen. Eine aktuelle Studie unter 230 CIOs im DACH-Raum legt die Ursachen offen – und formuliert klare Handlungsempfehlungen.

Jennifer Diersch und Felix Salomon von der Unternehmensberatung kobaltblau haben gemeinsam mit Partnern wie Lünendonk und VOICE die bislang größte Studie zu Gen AI in IT-Organisationen durchgeführt. Im „heise meets …“-Podcast erläutern sie die zentralen Erkenntnisse.

Datenqualität: Größte Hürde bleibt unbearbeitet

Die Studie identifiziert drei wesentliche Bremsklötze: fehlende Data Governance und Datenqualität, mangelnde Skills bei den Angestellten sowie regulatorische Bedenken. Besonders alarmierend: Zwei Drittel der Befragten haben bei der größten Hürde – der Datenqualität – noch keine Maßnahmen ergriffen.

Viele Unternehmen setzen aktuell auf einfache Assistenzlösungen wie Microsoft Copilot oder ChatGPT Enterprise. Diese Tools schaffen zwar Awareness, bringen aber keine direkten Produktivitätsgewinne. Diersch betont: „Nur weil mir Copilot eine E-Mail vorformuliert, kann ich nicht einen gewissen Prozentsatz meiner Belegschaft abschaffen.“

CIO-Rolle: IT muss zur Plattform für das Business werden

Die Studienautoren empfehlen IT-Organisationen, kleine Power-User-Teams aufzubauen, die über reine Assistenzfunktionen hinausdenken. Einige fortschrittliche Unternehmen entwickeln bereits eigene LLMs für spezifische Anwendungsfälle – und reduzieren damit ihre Lizenzkosten drastisch.

Für CIOs formuliert die Studie eine klare Botschaft: Wer sich nicht innerhalb der nächsten 12 bis 18 Monate intensiv mit Gen AI beschäftigt, riskiert, den Anschluss zu verlieren. Die IT müsse sich vom reinen Dienstleister zum Plattformbetreiber entwickeln, der das Business befähigt. Weitere Details zur Studie besprechen die Experten im Podcast.

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