Controlling

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Der Copilot kennt die Karte

Von Barbara Schweighofer

Controller liefern die Kennzahlen für das Cockpit, die es dem Kapitän ermöglichen, entsprechende Entscheidungen zu treffen um die Maschine auf Kurs zu halten – oder rechtzeitig das Steuer herumzureißen, damit er sein Ziel doch noch erreicht.

Controlling bedeutet steuern oder regeln. Das heißt: Führung zum praktischen Erreichen der vereinbarten Ziele. Der Manager ist ergebnisverantwortlich und wird vom Controller dadurch unterstützt, dass dieser als Lotse zum Gewinn die Transparenzverantwortung übernimmt. Controllerarbeit ist die Unterstützung des Managements bei Zielfindung und Zielerreichung.

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Controller-Leitbild

Controlling leistet begleitenden betriebswirtschaftlichen Service für das Management zur zielorientierten Planung und Steuerung. Die International Group of Controlling definiert im Controller-Leitbild das Selbstverständnis im Einzelnen:

Controller

  • sorgen für Ergebnis-, Finanz-, Prozess- und Strategietransparenz und tragen somit zu höherer Wirtschaftlichkeit bei.
  • koordinieren Teilziele und Teilpläne ganzheitlich und organisieren unternehmensübergreifend zukunftsorientiertes Berichtswesen.
  • moderieren den Controlling-Prozess so, dass jeder Entscheidungsträger zielorientiert handeln kann.
  • sichern die dazu erforderliche Daten- und Informationsversorgung.
  • gestalten und pflegen die Controllingsysteme.

Controller sind somit die internen betriebswirtschaftlichen Berater aller Entscheidungsträger und wirken als Navigator zur Zielerreichung.

Aufgaben

Zweck des Controllings ist die systematische Kommunikation über Ziele und Zielerrechung sowie die Unterstützung bei Rückkopplung und dem Lernen aus Abweichungen. Zu den Kernkompetenzen des Controllers gehört auch die Aufgabe, diesen Regelkreis konsensorientiert zu führen und zu moderieren.

Zu den Aufgaben des zentralen Controllingdienstes zählen Internes Rechnungswesen, Controlling und Informationswirtschaft. Im Internen Rechnungswesen finden sich Ergebnisrechnung, DB-Rechnung, Artikelkalkulation, Statistiken und Berichtswesen als zentrale Aufgaben. Controlling im engeren Sinne umfasst strategische Planung, operative Planung, Investitionsplanung und betriebswirtschaftliche Beratung des Managements. Im Bereich der Informationswirtschaft deckt der Controller die Organisation sowie die Bürokommunikation und die Entwicklung und Steuerung von IT-Strategien ab. Neben dem zentralen Controlling können Controller in Sparten und Funktionen wie Marketing, Vertrieb, Produktion sowie Forschung und Entwicklung angesiedelt sein.

Instrumente

Die Entwicklung des unternehmerischen Umfeldes stellt immer höhere Anforderungen an Unternehmensleitung und Führungskräfte – und damit auch an das Controlling. Um den Unternehmenserfolg sicherzustellen, müssen Planung, Kontrolle und Steuerung ständig verbessert werden. Dementsprechend werden die vorhandenen Controlling-Instrumente laufend weiterentwickelt, beziehungsweise es entstehen aus neuen Bedürfnissen heraus neue Instrumente.

So haben sich aus den Management-Informationssystemen der 80er- und 90er-Jahre, die sich vorwiegend auf finanzwirtschaftliche Kennzahlen in der Berichterstattung konzentrierten, Informationssysteme entwickelt, die auch weiche Faktoren mit einschließen. Gleichzeitig wurde das Berichtswesen in ein Steuerungstool überführt, sodass in der Balanced Scorecard auch der Einfluss der einzelnen Kennzahl und der dahinter liegenden Maßnahme auf die Strategieumsetzung dargestellt werden kann.

Strategisches Controlling

Das strategische Controlling dient der langfristigen Existenzsicherung des Unternehmens. Die entsprechenden Instrumente sollen vor allem bei der Bestimmung und Verbesserung der zukünftigen Chancen und Risiken des Unternehmens helfen. Neue Erfolgspotenziale müssen gesucht, aufgebaut und erhalten werden.

Instrumente eines modernen strategischen Controllings umfassen unter anderem:

Operatives Controlling

Aus der Unternehmensstrategie abgeleitet werden die operativen Ziele des Unternehmens. Das operative Controlling beschäftigt sich mit der Erstellung von Plänen für das kommende Geschäftsjahr und führt dazu laufende Kontrollen durch. Daruch kann das Management Abweichungen vom Kurs des Unternehmens frühzeitig erkennen und entsprechende Korrekturmaßnahmen ergreifen, um die festgelegten Ziele doch noch zu erreichen.

Häufig eingesetzte Instrumente des operativen Controllings sind:

Controlling im Management-Regelkreis

Sowohl im strategischen wie auch im operativen Bereich liefert das Controlling mit Hilfe von Planungs-, Kontroll- und Steuerungsinstrumenten Grundlagen für die Entscheidungen des Managements. Die Durchführung und Ergebnisverantwortung obliegt dem Management – das Controlling liefert die Instrumente und Berichte und unterstützt in der Kommunikation der Ziele und Maßnahmen.

Nützliche Links