Pressemitteilung 2.0

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Online-Meldungen ergänzen die klassische Pressearbeit

Von Melanie Tamblé, ADENION GmbH

Wenn ein Firmenjubiläum ansteht, ein neues Produkt eingeführt wird oder eine Fusion mit einem anderen Unternehmen ins Haus steht, ist für die PR-Verantwortlichen der Kommunikationsabteilung klar: Wir informieren die Öffentlichkeit mit einer Pressemitteilung. Doch schon die Wahl der Verbreitungsmedien kann entscheidend für den Erfolg der PR-Botschaft sein.

Klassisch: in der Hand der Redaktionen

Traditionell setzen Unternehmen ihre Pressemitteilungen im klassischen Format auf und faxen oder mailen sie an die Redaktionen aus ihrem Presseverteiler.

Eine tatsächliche Veröffentlichung ist damit jedoch nicht garantiert. Die klassische Pressemitteilung war bislang nur für die Medienmittler bestimmt. Schreiben die Redakteure nicht über die Meldung, erfährt auch die Öffentlichkeit nichts davon. Die letztendliche Entscheidung über die Veröffentlichung der Pressemitteilung liegt also bei den Journalisten. Eine Einflussnahme durch die PR-Leute ist nur bedingt möglich.

PR 2.0: im Licht der Öffentlichkeit

Mit den Medien des Web 2.0 sind viele neue MöglichkeitePressemitteilungen direkt zu veröffentlichenn entstanden. Auf Presseportalen, Social-News-Portalen und in Social Communities können Unternehmen PR-Meldungen selbst publizieren.

Damit haben Unternehmen die Möglichkeit, die Veröffentlichung und Steuerung von Unternehmens- und Produktinformationen selbst in die Hand zu nehmen. Die Online-PR bringt die Öffentlichkeitsarbeit direkt in die Öffentlichkeit.

Serie: Online-Presseportale
Teil 1 sagt, was sich zwi­schen Twit­ter, You­Tube und Fo­ren für Firmen­nach­richten im Web ge­ändert hat. Teil 2 listet die ver­füg­baren Presse­portale im Inter­net auf, mit einem prak­ti­schen Kurz­kom­men­tar zu jedem Eintrag. Ein Extra-Beitrag er­klärt, wie Reich­weiten zu be­ur­teilen sind, und gibt hand­feste Tipps für den Gebrauch.

Damit die Pressemitteilung in den Weiten des Netzes von den relevanten Zielgruppen auch gefunden wird, sollte eine Online-Pressemitteilung Elemente für die Suchmaschinenoptimierung enthalten.

Aktuelle und gut geschriebene Inhalte machen Pressemitteilungen per se attraktiv für Google & Co., denn Suchmaschinen lieben Text. Gut gewählte Keywords (Schlagwörter) unterstützen die Auffindbarkeit in den Suchmaschinen. Links auf die Homepage oder eine bestimmte Landing Page führen Interessenten direkt zum Point of Sale und unterstützen das Ranking in den Suchmaschinen (Backlinks). Mit einer guten Position in den Trefferlisten wird die Pressemitteilung sowohl für Journalisten, als auch für Endkunden auffindbar. Für Unternehmen ist die direkte Zielgruppenansprache eine große Chance, um ihre PR-Ziele erfolgreich umzusetzen und eine positive Reputation im Internet aufzubauen.

Wer im Internet von seinen Zielgruppen gefunden werden möchte, muss in den Suchmaschinen präsent sein. Für eine gute Position in den Suchmaschinen ist es wichtig, möglichst viele Kanäle zur Veröffentlichung zu nutzen. Die wichtigsten Kriterien der sSuchmaschinen ind qualifizierte Inhalte und eine weitläufige Verlinkung auf vielen Websites (Backlinks). Die Online-Pressemitteilung ist daher eine wichtige Ergänzung zur traditionellen Pressearbeit.

Fazit: Größere Reichweite in Kombination

Es lohnt sich also, neben einer Veröffentlichung über den klassischen Presseverteiler, Pressemitteilungen auf möglichst vielen Online-Portalen zu publizieren. Besonders Unternehmen mit kleinen Budgets können von der großen Anzahl an kostenfreien Presseportalen profitieren und ihre Medienpräsenz steigern. Das erfordert jedoch einiges an Zeit und Aufwand, denn die meisten Portale verlangen zunächst eine Registrierung, und auch die Eingabemasken sind meist sehr unterschiedlich aufgebaut. Eine Arbeitserleichterung bietet z.B. der Onlinedienst PR-Gateway. Die Pressemitteilung wird mit dem System nur noch einmal erfasst und dann per Klick an die jeweiligen Presseportale, RSS-Portale und an einen speziellen Twitter-Kanal gesendet.

Das Internet ist in der Generation Web 2.0 das Kommunikations- und Recherchemedium Nummer eins. Kein Unternehmen kann heutzutage mehr auf die Maßnahmen der Online-PR verzichten. Die Hauptaufgabe der PR 2.0 ist es, qualifizierte Inhalte mit Mehrwerten zu entwickeln und diese mediengerecht für Menschen und Maschinen aufzubereiten. Wer es schafft, interessante Online-Inhalte für seine Zielgruppen zu generieren, hat gute Chancen, auch mit kleinen Budgets eine größere Reichweite im Internet zu erzielen.

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