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IT-Infrastruktur, Teil 1

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Kluge Rechner sparen im Verbund

Von Gerald Strömer im Auftrag von Oracle Deutschland

Bei der Planung der IT-Infrastruktur stehen Unternehmen zwei grundverschiedene Wege offen: Das klassische Konzept setzt auf einen möglichst leistungsfähigen Großrechner (Mainframe) als zentrales Element. Es hat sich aber gezeigt, dass viele Organisationen besser fahren, wenn sie die Arbeit einer Vielzahl kleinerer Standardserver anvertrauen, die intelligent zusammenarbeiten. Dieser moderne Ansatz heißt Grid Computing. Grid Computing oder Distributed Computing (verteiltes Rechnen) ist eine clevere Idee, die wir unterfinanzierten Forschungsprojekten verdanken.

Verteilt arbeitet effizienter

Erstmals in großem Maßstab angewandt wurde sie von Radioastronomen der amerikanischen Berkeley-Universität. Die wollten Unmengen von Daten auf Spuren extraterrestrischer Intelligenz durchstöbern, hatten aber kein Geld für den nötigen Supercomputer. Also machten die Wissenschaftler aus der Not eine Tugend und realisierten das erste großmaßstäbliche Distributed-Computing-Projekt der Welt (SETI@home). Sie entwickelten dazu eine Software, die die gigantischen Mengen an Rohdaten in kleine Pakete aufteilte und automatisiert per Internet an teilnehmende Rechner sendete. In Leerlaufzeiten rechneten die Heimcomputer dann die kleinen Pakete durch und schickten die Resultate zurück nach Berkeley.

Serie: IT-Infrastruktur
Teil 1 verrät, wie durch Grid Com­puting kosten­günstige Server jeden teuren Groß­rechner schlagen. Teil 2 sagt, was die pas­sende Soft­ware kön­nen muss, und er­klärt, wie Real Appli­cation Clusters (RAC) Hoch­verfüg­bar­keit garantieren.

Das Ergebnis war ein so genanntes Cluster von vielen Millionen PCs. Das Geniale daran ist, das die Heimgeräte dank des Prinzips des verteilten Rechnens jedem damals verfügbaren Supercomputer weit überlegen waren. Weil Berkeley jede Aufgabe mehrfach durchrechnen ließ, war das Ganze bereits hochgradig ausfallsicher. Es kostete kaum etwas und war problemlos erweiterbar. Mit anderen Worten: genau das, was Unternehmen heute brauchen.

Flexibel, sicher, ausbaufähig

Dabei ist klar, dass dieses Konzept in der Praxis nur so gut ist wie die Software, die den Rechnerverbund steuert. Unternehmen, die Grid Computing bereits mit Erfolg einsetzen, stützen sich daher auf differenziertere Lösungen, die professionell eingerichtet und sauber standardisiert sind.

Oracle kurz vorgestellt
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Oracle weiß gut, was „mittelständisch“ heißt. Knapp 75 % der Kunden kommen aus diesem Segment. Schließlich stellt man hier bereits seit 1977 diejenigen in den Mittelpunkt, die der Motor ihrer Märkte sind: Unternehmen aus dem Mittelstand.

Oracle ist ein Softwareanbieter, der Unternehmen erfolgreich dabei unterstützt, ihre Kommunikation zu verbessern und Prozesse intelligent zu integrieren. Als Spezialist für standardisierte Lösungen kann Oracle auf jahrzehntelange Erfahrung und die Zusammenarbeit mit starken Partnern bauen. Ausbaufähige Module oder ganze Architekturen optimieren die gesamten Abläufe, so dass auch kleine und mittlere Unternehmen im globalen Wettbewerb erfolgreich bestehen können.

Für professionelles Grid Computing hat Oracle Technologien wie Real Application Clusters (RAC) entwickelt, die Unternehmen den infrastrukturellen Überbau liefern. Zu den Komponenten eines Oracle Grid zählen Oracle Database 11g, Oracle Fusion Middleware, Oracle Enterprise Manager und Oracle VM.

Oracle Grid Computing fasst Speicherkapazitäten zusammen, weist sie automatisch optimal zu und verteilt bei steigender Arbeitslast dynamisch die nötigen Ressourcen und Daten. Die Leistungsnutzung wird dabei kontinuierlich überwacht und innerhalb der gesetzten Anwendungsvorgaben reguliert, so dass die Verfügbarkeit (Quality of Service) jederzeit gegeben ist. Das ermöglicht Echtzeit-Datenanalyse ebenso wie die parallele Ausführung rechenintensiver Operationen. Ein übersichtliches Interface erleichtert die Administration von Anwendungen und Systemen. Für den Fall, dass Fehler oder Kapazitätsgrenzen die Servicequalität an die kritische Grenze treiben, greift die automatische Korrektur und das System alarmiert den Administrator.

Wer sich über die speziell für den Mittelstand konzipierten IT-Lösungen von Oracle informieren will, stöbert entweder direkt auf der Mittelstandswebseite von Oracle Deutschland. Oder Sie nehmen auf dem Weg dorthin noch unser aktuelles Geschenk für Oracle-Interessenten mit.


ORACLE Deutschland B.V. & Co. KG, Riesstraße 25, D-80992 München, 0800-1824138, dir_ie@oracle.com, www.oracle.de

Auf diese Weise erhalten Unternehmen ein geschlossenes, aber flexibles Konzept, das Kosten sparen hilft und für eine leicht skalierbare, ausfallsichere IT-Infrastruktur steht:

  • Ausfallsicherheit: Falls eine einzelne Komponente streikt, bleibt das Grid als Ganzes – im Gegensatz zu einem Mainframe – weiter einsatzbereit; es ist nur kurzzeitig in seiner Rechenleistung eingeschränkt. Das verbessert die Verfügbarkeit (Quality of Service) dramatisch.
  • Skalierbarkeit: Sobald das Unternehmen mehr Rechenleistung braucht, wird einfach ein weiterer Server ins Grid eingefügt – fertig. Ein zentrales Mainframe könnte im Gegensatz dazu nur unter hohen Kosten aufgerüstet werden. Meist steht sogar eine komplette Neuanschaffung ins Haus. Im Grid steht immer so viel Leistung zur Verfügung, wie gerade nötig ist.
  • Flexibilität: Wenn Anwendung A kurzfristig mehr Ressourcen benötigt, leiht sie sich diese von Anwendung B, die gerade Kapazitäten frei hat. Diese Form der dynamischen Zuweisung ist ideal für schnelle Geschäftsprozesse.
  • Niedrige operative Kosten: Da die Leistungsfähigkeit der Verbund-Infrastruktur laufend an steigende Bedürfnisse angepasst werden kann, riskiert das Unternehmen keine überdimensionierten Anschaffungskosten. Grid-Komponenten sind insgesamt deutlich kostengünstiger, da die einzelnen Standardserver bei weitem nicht so stark sein müssen wie ein einzelner Großrechner. Der müsste zudem am Anfang größer sein, als bereits notwendig, damit nicht schon morgen die nächste kostspielige Erweiterung ins Haus steht. Ein Grid kann dagegen mit minimalen Mitteln aufgestellt werden, was Anschaffungsrisiko und -kosten deutlich verringert und auch die laufenden Ausgaben überschaubar im Griff behält.
  • Rentabilität: Der Return on Investment ist deutlich schneller erreicht als bei der Anschaffung eines dedizierten Hochleistungssystems. Das niedrige Risiko bei Anschaffung oder Erweiterung des Grids resultiert zudem in einem hohen Investitionsschutz.
Grid Computing rechnet sich
In einer breit angelegten unab­hängigen Studie unter­suchten Main­stay Part­ners den Ein­satz von Oracle Grid Com­puting in Unter­nehmen. Das Ergeb­nis: Die Nutzer er­zielten, über fünf Jahre be­trachtet, durch­schnitt­lich 150 % Return on Investment bei einer Internal Rate of Return von 43 %. Im ersten Jahr wurden im Schnitt 123 % Hardware­kosten einge­spart, über fünf Jahre geht die Studie von 278 % aus. Die Software­kosten sanken um 24 %, während sich die Rechen­leistung parallel dazu um 10 %verbesserte. Die englisch­sprachige Studie gibt es im Inter­net zum Download als PDF.

Fazit: Stabile Lösungen bleiben beweglich

Sobald ein Unternehmen die Größe erreicht hat, bei der es eine serverbasierte IT-Struktur braucht, muss Grid Computing in Betracht gezogen werden. In vielen Fällen ist es genau die passende Antwort auf steigenden Kostendruck und explodierende Rechenlast, auch unter sich wandelnden Geschäftsprozessen. Die deutliche Ersparnis in Hinblick auf Anschaffung und laufende Kosten bei dramatisch höherer Ausfallsicherheit, einfacher Skalierbarkeit und verbesserter Performance macht das Konzept mehr als wettbewerbsfähig.

Wie die Umsetzung im Unternehmen aussehen kann und was Real Application Clusters dabei leisten, erfahren Sie in Teil 2 dieser Serie.

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