Anzeige

Oracle Database 11g, Teil 2

Aus MittelstandsWiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

Unternehmen kombinieren nach Bedarf

Von Gerald Strömer im Auftrag von Oracle Deutschland

Der erste Teil dieses Hintergrundartikels hat skizziert, was Datenbanken für Unternehmen leisten sollen. Zu einer sauberen, sicheren und umfassenden Lösung gibt es am Ende keine Alternative. Ebenfalls deutlich wurde, dass Oracles Database 11g auf dem Markt nicht zuletzt mit dem g im Namen punktet: Sie ist ohne Umstellung soforttauglich für ressourceneffizientes Grid Computing.

Dabei gibt sich das jüngste Release durchaus bescheiden: Die beeindruckende Arbeit von rund 400 kleinen und großen Änderungen, Verbesserungen und Erweiterungen zeigt sich von außen lediglich darin, dass Oracle den Zähler von 10 auf 11 stellt. Dieser zweite Teil sieht sich daher die Software von innen an – was freilich nur in radikaler Auswahl möglich ist – und nimmt sich einige der wichtigsten Neuerungen in Oracles Database 11g vor.

11g-Whitepaper zum Download
Einen systematischen Überblick über die grundlegenden Funktionen der neuen Version bietet ein englischsprachiges Whitepaper, das Sie als PDF herunterladen können. Auf den Seiten 12 bis 18 sind die integrierten Funktionen sowie alle Optionen für die drei Database-Versionen Standard Edition One, Standard Edition und Enterprise Edition vermerkt. Y steht für „Ja, enthalten“, N für „Nein, nicht enthalten“. Allerdings: Wo im Notes-Feld der Begriff „Option“ auftaucht, bedeutet ein Y nur, dass Kunden die Funktion als kostenpflichtigen Zusatz hinzufügen können.

Die wichtigsten Neuerungen

Die vier neuen Funktionen bei Oracle Database 11g, die dieser Text vorstellen wird, fallen allesamt in die Kategorie „Option für die Enterprise Edition“. Natürlich hätten wir auch auf etliche der unzähligen Detailverbesserungen der integrierten Funktionen näher eingehen können – aber die ausgewählten vier dürften für Entwickler und Anwender zu den interessantesten zählen:

Serie: Oracle Database 11g
Teil 1 macht klar, welchen Stellen­wert profes­sio­nelle Daten­bank­software heute hat. Ohne sie geht praktisch gar nichts. Teil 2 zoomt auf vier der über 400 Neuerungen in der 11g-Fassung heran und gibt Tipps für die Versionswahl.

Active Data Guard

Mit dieser Option können Unternehmen eine oder mehrere Standby-Datenbanken erstellen, mit denen sich gleichzeitig Datensicherheit und Leistungsfähigkeit des Gesamtsystems deutlich verbessern lassen.

Diese mit der Produktivdatenbank synchronisierten Standby-Datenbanken sind ortsungebunden und bieten so eine grundlegende Datensicherheit, da sie auf einem Server laufen können, der in einem viele Kilometer entfernten, abgeschirmten Rechenzentrum steht. Außerdem können die Standbys auch reine Leseprozesse abfragen. So verweist das System z.B. ressourcenintensive Abfragen an eine mit einem identischen Datenbestand versehene Standby-Datenbank, damit sie nicht das Hauptsystem belasten.

Gleichzeitig ist durch das Konzept gespiegelter Datenbanken mit identischen Inhalten eine hohe Fehlertoleranz gegeben. Sollte es also zu einem ungeplanten Hardwareausfall oder einem Softwarefehler am Standort der Produktdatenbank kommen, kann der Betrieb über die Standby-Datenbank(en) problemlos weiter arbeiten. Dasselbe gilt, wenn die Produktdatenbank einmal geplant offline geht.

Advanced Compression

Bei dieser Database-11g-Option handelt es sich um eine Speichermethode, die den Platzverbrauch der Datenbank deutlich reduziert. Advanced Compression komprimiert strukturierte und unstrukturierte Daten – also Objekte wie z.B. Dokumente und Multimediadateien – sowie den Netzwerkverkehr und die in Backups bewegten Datenmengen. So können Unternhemen vorhandene Ressourcen effizienter nutzen, den Speicherbedarf verringern und die Netzwerkauslastung verbessern – all das spart laufende Kosten.

Real Application Testing

Dies ist eine der mächtigsten Funktionen von Oracle Database 11g. Um sich Wettbewerbsvorteile zu verschaffen, sind die allermeisten Unternehmen ständig mit der Adaption neuer Technologien in Form von Hard- und Software beschäftigt oder sie entwickeln den Programmcode ihrer Anwendungen weiter.

Das Problem: Neue eingeführte Techniken stellen in der Regel auch ein Risiko dar, da sie unter Umständen geschäftskritische IT-Systeme beeinträchtigen. Mit Real Application Testing soll sich dieses Risiko minimieren oder ganz eliminieren lassen. Diese Funktion kann Arbeitsabläufe erfassen und sie auf dem gleichen oder auf einem anderen System replizieren.

IT-Verantwortliche können auf diese Weise in Ruhe mit echten Workloads vergleichen und entsprechende Anpassungen vornehmen, bis die Abläufe zur vollsten Zufriedenheit funktionieren bedenkenlos in die Produktivdatenbank migriert werden können.

Total Recall

Diese Funktion verfolgt und archiviert zurückliegende Änderungen aller in der Oracle Database 11g gespeicherten Daten. Diese transparent archivierten History-Daten werden in einem sicheren und optimierten Speicher abgelegt, auf den das System mit so genannten Flashback-Anfragen zugreifen kann. Abfragen geben dann den Datenbankzustand zu einem bereits vergangen Zeitpunkt wieder. Die History-Daten halten beliebig lange vor; die Verwaltung ist aber z.B. mit regelbasierten automatischen Löschungen praktisch und einfach.

Oracle kurz vorgestellt
Oracle Deutschland.gif

Oracle weiß gut, was „mittelständisch“ heißt. Knapp 75 % der Kunden kommen aus diesem Segment. Schließlich stellt man hier bereits seit 1977 diejenigen in den Mittelpunkt, die der Motor ihrer Märkte sind: Unternehmen aus dem Mittelstand.

Oracle ist ein Softwareanbieter, der Unternehmen erfolgreich dabei unterstützt, ihre Kommunikation zu verbessern und Prozesse intelligent zu integrieren. Dabei kann Oracle auf jahrzehntelange Erfahrung und die Zusammenarbeit mit starken Partnern bauen. Ausbaufähige Module oder ganze Architekturen optimieren die gesamten Abläufe, so dass auch kleine und mittlere Unternehmen im globalen Wettbewerb erfolgreich bestehen können.

Für professionelles Grid Computing hat Oracle Technologien wie Real Application Clusters (RAC) entwickelt. Zu den Komponenten eines Oracle Grid zählen Oracle Database 11g, Oracle Fusion Middleware, Oracle Enterprise Manager und Oracle VM.

Oracle Database hält Informationen sicher parat, liefert die Reaktionszeiten, die Kunden heute fordern, und verringert kostspielige Ausfallzeiten. Real Application Clusters sorgt für hohe Verfügbarkeit und Skalierbarkeit bei niedrigen Kosten. Die aktuelle Version Oracle Database 11g ist die erste speziell für Grid Computing konzipierte Datenbank, zuverlässig geschützt durch die Lösungen von Oracle Data­base Security sowie Oracle Identity Manage­ment 11g und auch auch als Hardware-Software-Komplettlösung in Form der Oracle Database Machine verfügbar.

Und: Oracle Database 11g macht Unternehmen fit für weiteres Wachstum. Ohne eine einzelne Zeile Codeänderung lässt sich 11g vom Einzelserver zu Grid Computing migrieren. Oracle Database ist für große, kleine und mittelständische Unternehmen gleichermaßen geeignet – schließlich sind Verfügbarkeit und Performance bei straffen Strukturen nicht weniger wichtig.

Wer sich über die speziell für den Mittelstand konzipierten IT-Lösungen von Oracle informieren will, stöbert entweder direkt auf der Mittelstandswebseite von Oracle Deutschland. Oder Sie nehmen auf dem Weg dorthin noch unser aktuelles Geschenk für Oracle-Interessenten mit.


ORACLE Deutschland B.V. & Co. KG, Riesstraße 25, D-80992 München, 0800-1824138, dir_ie@oracle.com, www.oracle.de

Neufassung in drei Versionen

Oracles Datenbanksystem Database 11g ist für Linux- und Windows-Betriebssysteme in 32- und 64-Bit-Versionen, für IBMs AX-Unix-Betriebssystem auf PPC64-Systemen, für 64-Bit-Solaris-Betriebssysteme auf SPARC-Plattformen und für HP-UX-Betriebssysteme auf Itanium- oder PA-RISC-Plattformen verfügbar.

Testversion für 30 Tage
Die einzelnen Versionen können Sie von der Oracle-Homepage herunter­laden und kosten­frei für 30 Tage nutzen. Danach steht die Lizenzierung an, die genau kalkuliert sein will. Denn nur eine maß­geschneiderte Lösung bietet optimale Leistung zu minimalen Kosten. Für diesen Pro­zess empfiehlt sich die Lektüre des umfang­reichen Software Investment Guides, der aus­führliches Hintergrund­material zur Lizenzierung von Oracle-Produkten liefert.

Oracle bietet Database 11g im aktuellen Release 1 (exakt: 11.1.0.6.0) in insgesamt drei Versionen an:

Alle drei Versionen können Arbeitsspeicher bis zur Obergrenze des Serverbetriebssystems nutzen und sind in Hinblick auf die Datenbankgröße nicht limitiert. (Einzelheiten und Unterschiede finden Sie in der Übersicht Oracle Database 11g Editions.) Parallel dazu kann auch die

  • Database 10g im Release 2 für praktisch alle verfügbaren Betriebssysteme und im Release 1 für Mac OS X Server bezogen werden. Dazu kommt noch die auf dem Vorgänger Database 10g im Release 2 basierende kostenfreie Variante
  • Express Edition (XE), die vom Anwender lizenzfrei eingesetzt, weiterentwickelt und distribuiert werden darf. Sie ist allerdings auf Ein-Prozessor-Systeme mit maximal 1 GByte RAM begrenzt und kann eine höchstens 4 GByte große Datenbank verwalten.

Zusätzlich gibt es noch die für mobile Anwender konzipierte und nach einem Server-Client-Konzept aufgebaute

  • Lite Edition sowie die für Einzelanwender gedachte und auf der Enterprise Edition basierende
  • Personal Edition. Mit ihr können Software-Entwickler an Standalone-Arbeitsplätzen arbeiten und fertige Anwendungen später problemlos mit umfassenden Replikations- und Verteilungsfunktionen in das Hauptsystem einbinden. Die Marktdurchdringung dieser beiden Versionen ist allerdings gering.

Fazit: Funktionen müssen sich rentieren

Ein fähiges Datenbanksystem entknittert Abläufe im Unternehmen, bewirkt optimale Auslastung und macht sich dadurch binnen Kurzem bezahlt. Wenn aber die Versionsfrage konkret wird und es um die (nicht ganz einfachen) Lizenzkosten geht, die stark von der verwendeten Hardware abhängt, werden Sie ohne fachmännischen IT-Rat sicher nicht auskommen. Bei solchen Gesprächen liegt naturgemäß viel Fachchinesisch in der Luft. Bestehen Sie aber darauf, dass Sie bei jeder vorgeschlagenen Lösung erklärt bekommen, was die einzelnen Funktionen für das Geschäft bringen. Gerade als Mittelständler brauchen Sie aus einem Datenbanksystem wie Database 11g genau die Optionen, die bestehende Prozesse am besten auf Vordermann bringen. Wenn das System obendrein problemlos erweiterbar ist – umso besser.

Nützliche Links