Handwerk fordert rückwirkende Absetzbarkeit

Die im Koalitionsvertrag der Regierung vorgesehene und im Januar zu verabschiedende steuerliche Absetzbarkeit von Handwerkerleistungen muss in jedem Fall rückwirkend zum 1. Januar 2006 in Kraft treten. Das fordert Otto Kentzler, Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH), in einem Interview mit dem Hamburger Abendblatt.

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Nach Meinung des ZDH wird nur eine „belastbare“ Zusage auch real zu einem Investitionsschub führen. „Wir haben in Deutschland 40 Millionen Haushalte. Wenn davon nur eine Million ihre Aufträge an einen Handwerker vergeben, dann bringt das viel. 3000 Euro (maximal absetzbarer Betrag pro Jahr und Haushalt, d. Red.) – das sind 80 Arbeitsstunden für einen Betrieb.“ rechnet Otto Kentzler den Lesern des Abendblattes vor. Er hofft sogar, dass Folgeaufträge weiteres Geld in die Kassen der Handwerksbetriebe spülen werden. „Wenn die große Koalition sehr schnell umsetzt, was sie angekündigt hat, dann wird es dem Handwerk in einem Jahr besser gehen“, lautet sein optimistisches Fazit. (ml)