Berater setzen auf Auslandsmärkte in der EU

Das Deutsche Institut für kleine und mittlere Unternehmen (DIKMU) in Berlin befragte im Rahmen der Studie »Trends und Perspektiven in der Beratung von KMU« rund 2000 Berater in Deutschland zu den in Zukunft wichtigsten Beratungsthemen sowie den aktuellen Consulting-Trends von kleinen und mittleren Unternehmen. Das Ergebnis: Gestiegener Wettbewerbsdruck, sinkende Honorare und eine zunehmende Internationalisierung kennzeichnen die Situation.

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Die derzeitige wirtschaftliche Unsicherheit ist dem Beratergeschäft laut Studie eher förderlich als abträglich. So gehen über 60% der befragten Unternehmensberater davon aus, dass das Marktvolumen für die Beratung von KMU in der nächsten Zeit um mehr als zwei Prozent zunehmen wird. Die Art der Akquisition von Beratungsgeschäften hat sich jedoch verändert: Über die Hälfte der Befragten gab an, dass Fördermittel hierbei inzwischen eine weitaus geringere Rolle als noch vor drei Jahren spielen.

Gestiegen ist der Anspruch der KMU. Mit alten Beratungsmethoden wie der Anfertigung von Studien und Berichten sind die KMU nicht mehr zufrieden, befanden 73% der befragten Berater. Gestiegen sei auch der Wettbwerbsdruck, u.a. durch branchenfremde Unternehmen wie Versicherungen und Banken, die vor allem Themen wie Basel II zum Anlass für eine  Beratung nehmen. Gerade dieses Thema und das Thema IT halten die professionellen Berater aber für überbewertet. Themen, die in Zukunft an Bedeutung gewinnen werden, sind ihrer Meinung nach die Internationalisierung (besonders Auslandsmärkte in der EU), die Umsetzungsberatung (Coaching), die Finanz- und Kapitalberatung sowie die Strategie- und Prozessberatung. (ml) ENGLISH