China ist wieder Produktfälscherland Nr.1

Die EU-Kommission hat ihre neueste Zollstatistik für Produktnachahmung und Produktpiraterie veröffentlicht. Aus ihr geht hervor, dass die EU-Zollbehörden im Jahr 2005 über 75 Millionen nachgeahmte Artikel sichergestellt haben. Damit stieg die Zahl der gefährlichen Nachahmungen weiter an.

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Erstmals wurden über fünf Millionen nachgeahmte Lebensmittel, Getränke und Alkoholika beschlagnahmt sowie über eine halbe Million nachgeahmte Arzneimittel. Diese gefährlichen Fälschungen sind auf dem Vormarsch. Bei den meisten Nachahmungen handelt es sich jedoch um Haushaltsartikel und (in der Bedeutung abnehmend) Luxusgüter, wobei es aufgrund der hohen Qualität der Waren ohne technisches Fachwissen häufig unmöglich ist, diese als Fälschungen zu erkennen. Einer der Gründe für diese explosionsartige Entwicklung ist die Tatsache, dass die Kriminellen mittlerweile in der Lage sind, die Fälschungen im großen Stil herzustellen. Das ermöglicht nicht nur höhere Gewinne sondern stellt auch einen neuen effizienten Geldwäschemechanismus dar. Veränderungen bei den Betrugsrouten, die breitere Palette der kopierten Produkte und der Verkauf über das Internet erschweren die Arbeit des Zolls zusätzlich.

Zur Bekämpfung hat die EU-Kommission einen Aktionsplan für den Zoll aufgestellt. Außerdem denke man über Änderungen des EU-Zollrechts nach, um ein gemeinschaftliches Risikomanagement zu schaffen. (Europäische Kommission/ml) ENGLISH

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