Einzelhandel im Februar um 1,6 Prozent schwächer

Der Einzelhandelsumsatz ist im Februar nach vorläufigen Zahlen des Statistischen Bundesamts im Vergleich mit dem Vorjahresmonat zwar um 1,6% gesunken, im Vergleich mit dem Januar dieses Jahres aber um real 0,9% gestiegen. Es geht also in der Tendenz nach der Steuerdelle wieder aufwärts. Vom Rückgang am stärksten betroffen sind übrigens die Allrounder Waren- und Kaufhäuser.

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Im Februar setzte der Einzelhandel in Deutschland nominal 0,9% und real 1,6% weniger um als im Februar 2006. Beide Monate hatten jeweils 24 Verkaufstage. Unter Berücksichtigung von Saison- und Kalendereffekten stieg der Umsatz im Einzelhandel im Vergleich zum Januar 2007 um nominal 1,3% und real 0,9%.

Der Einzelhandel mit Lebensmitteln, Getränken und Tabakwaren setzte nominal 2,3% und real 4,2% weniger um als im Februar 2006. Von dieser Entwicklung waren die Supermärkte, SB-Warenhäuser und Verbrauchermärkte sowie der Facheinzelhandel mit Lebensmitteln in etwa gleich stark betroffen (real -4,2% beziehungsweise -4,0%).

Im Einzelhandel mit Nicht-Lebensmitteln lag im Februar 2007 dagegen der Umsatz nominal und real um jeweils 0,3% höher als im Vorjahresmonat. Vier der sechs Branchen in diesem Bereich konnten ihren Umsatz nominal und real gegenüber dem Februar 2006 steigern: der Facheinzelhandel mit Einrichtungsgegenständen, Haushalts­geräten und Baubedarf (nominal +3,4%, real +3,6%), der Facheinzelhandel mit kosmetischen, pharmazeutischen und medizinischen Produkten (nominal +3,1%, real +2,2%), der Einzelhandel mit Textilien, Bekleidung, Schuhen und Lederwaren (nominal +3,5%, real +2,0%) und der Versandhandel (nominal +1,1%, real +0,4%).

Den höchsten realen Umsatzrückgang mit -3,5% musste der sonstige Einzelhandel mit Waren verschiedener Art (zum Beispiel Waren- und Kaufhäuser) hinnehmen (nominal -2,4%).

In den ersten beiden Monaten des Jahres 2007 setzte der Einzelhandel nominal 1,0% und real 1,6% weniger um als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. (Statistisches Bundesamt/ml)